Rosa Schleierkraut – Teil 3

von Angela Braster

Story

≫Giovanni! Park ihn!≪ Die Tür zum Restaurant wurde geöffnet ≫Guten Abend, Alberto≪, begrüßte Kai den Kellner. ≫Buona sera, Signora. Signor Kai. Benvenuti. Ihre Tavola isse fertig. Komme Sie.≪ Sie nahmen Platz. Alberto hielt Lara den Stuhl. ≫Grazie≪, bedankte sie sich. ≫Wir nehmen erst einen Aperitivo. Negroni. Due.≪ Kai bestellte. Während sie auf die Getränke warteten, nahm Kai ihre Hand. ≫Wie schön, dass wir heute hier sind≪, sagte er. ≫Ich freue mich auch≪. Die Getränke wurden serviert und Kai gab sofort die Bestellung auf. ≫Zweimal das Risotto mit Steinpilzen, dann die Nudeln im Parmesan-Laib und als Hauptgericht den gegrillten Schwertfisch mit Kartoffeln. Nachtisch entscheiden wir später.≪ ≫Grazie≪, sagte Alberto und ging die Bestellung aufgeben. ≫Alberto!≪, Kai rief ihm nach. ≫Eine Flasche vom Amarone! Aber dekantiert!≪ – ≫Sì, come al solito.≪

Dass die Gäste an den Nebentischen verstummten und ihre Gespräche unterbrachen, schien Kai nicht zu bemerken. Lara lächelte entschuldigend zum Nachbartisch hinüber. ≫Das war ein bisschen peinlich≪, sagte sie. Er erwiderte nichts. Der erste Gang wurde serviert. ≫Und, schmeckt es dir. Das Risotto ist hier das beste der Stadt≪. ≫Naja. Reis mag ich ja nicht so wirklich≪, sagte Lara. ≫Es ist aber wirklich gut≪, meinte er.

Zwischen den Gängen nahm er ihre Hand, schaute ihr in die Augen. ≫Du bist so schön. Ich freue mich, dass ich dich gefunden habe.≪ Und dann erzählte er von seinem Tag im Büro, von seinen Mitarbeitern, von der Sekretärin, die langsam zu alt wurde, und er gerne eine jüngere einstellen würde. Aber die alte Sekretärin war seit Ewigkeiten in der Firma, hatte schon für seinen Vater, der die Firma aufgebaut hatte, gearbeitet, und es wäre ja gar nicht so leicht, diese Frau loszuwerden.

Der zweite Gang wurde serviert. ≫Ich mag dieses Aroma von Parmesan≪, sagte er zwischen zwei Bissen. Nachdem abserviert wurde, nahm er wieder ihre Hände in seine. Hielt sie fest. ≫Was denkst du, wollen wir übers Wochenende nach Paris fliegen? Würde dir das gefallen?≪ – ≫Paris. Da war ich noch nie.≪ – ≫Also gut. Ich reserviere meinen Flieger. Freitagabend fliegen wir.≪ – ≫Aber. Das ist schon morgen.≪ – ≫Ist das ein Problem?≪ – ≫Nein.≪ – ≫Na, also.≪

Lara fühlte sich überrumpelt, aber Paris klang schon sehr verlockend. Vielleicht war es eine Gelegenheit, um ihn besser kennenzulernen und auch, dass er sie besser kennenlernen konnte. … (Fortsetzung Teil 4)

© Angela Braster 2023-04-09

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