skip to main content

#singlestorys#eigenartig

#PrinzenRolle

  • 306
#PrinzenRolle | story.one

Ein psychotisch-pseudonymatisch fabuliertes Psychogram Jedermanns

Angenommen Jedermann verfasse eine anzügliche Anzeige über sein Selbst in Anzug.

Dann würde sich dieses schreiende Schreiben auf zwiespältige artige Art und weise Weise erörtern lassen:

(1) als eine polizeilich-verzeihliche Gehsucht-Anzeige.

(2) als ein selbstsüchtiges Selbst-Gesuch.

In beiden fallträchtigen Fällen könnte ich es kaum fassbar an einer beliebt-beliebigen Fassade erspähen. Und anstatt weiter zu gehen, bleib ich rigide stehen, beginne zu lesen ...

...verliere mich verliebend in den steck-verbrieflichten Zeilen:

...........................................................................................................................

PRINZ SUCHT SCHNEEWITTCHEN

- Ein paar einführende Infos zu mir...

Ich! Bin chaotisch-cola-cholerisch.

- Ich gehe mir selbst auf den Grund...

Auf Grund des fehlenden Grundes verkörpere ich zumeist meisterlich eine Entkörperung. Kurz gesprochen, spüre ich mich selbst nicht so rechtens, weder Rechts noch Links.

- Worin ich nicht so gut bin...

Mein - mit der Unverbundenheit zu meinem nackten Corpus verbundenes - Unvermögen, mich satt mit dem Erdboden zu verkabeln, führt unweigerlich-weinerlich zu einer tendenziell flachbrüstig-brüskierten Atmung.

- Ich bin ein Fan von...

Außerirdisch äußert sich dies in meinem fantastischen Fanatismus zu High-School D(r)amen und massiv-kopulierend-masochistischen Massakern.

- Mein Hobby...

Schifahren. Aber nur ohne Bindung.

- Was ich nicht so mag...

Reagiere aggressiv auf mein Auto.

- Lieblingsmuster, Lieblingsfarbe...

Mein Lieblingsmusster ist kleinkariert. Das ist mir zwar zwänglichst bewusst, tangiert mich auch durchaus, aber ich bin dennoch absolutistisch nicht bereit dies jemals zu ändern - selbst an den Rändern nicht. Die Musterung rekrutiert ausschließlich weiß und schwarz, denn grauenhaft-dissonante Grautöne sind grauslich. Pfui!

- Meine tief verborgene Begehren...

Ich verzehre mich nach Geborgen-Werden aus meinem kafkaesken Herzen und zärtlichem Geborgen-Sein in einem verzweigten Herzen.

Doch ich halte meine Sehnsucht nach Heim(e)ligkeit geheim. Geh Heim allein. Statt Essen verborge ich mein schickes Schicksal an alle anderen. So wird denn meine bestialische Bestimmung immerfort, weit fort, in der Fremde sich verlieren.

- Jetzt zu dir...

Befinde mich derzeitig in einem Zustand der SelbstERfindung.

Fühlst du dich zuständig?

Um meiner kausal-kuscheligen Komm-fort-Zone zu entweichen, fehlt mir allerhand. Zu allererst der notwendige (S)(P)Ass.

Hast du?

...........................................................................................................................

Um 22:47 setze ich mich neben dich an die Bar vom „Fly“.

© aignartig 2020-02-18

eigenartig

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.