klein oder GROSS? Oder: Was für ein Glück!

Ich liebe es zu schreiben. Oder schreibt man das jetzt GROSS? - das Schreiben. Vielleicht schreibt man heute: "frau das jetzt groSS?" "Oder groß?" Egal, ich liebe es zu schreiben - ich tue was dabei, also klein!? Gut, das bleibt nun offen.. oder wird automatisch verbessert … ? Okay, ich darf mich nicht wiederholen - egal, oder?

Was für ein Glück ich habe und immer schon hatte, trotz all dem Wahnsinn - dem Wahnsinn in den ich hineingeboren wurde und dem Wahnsinns des Lebens überhaupt und allgemein (darüber werde ich aber auf keinen Fall sprechen … schreiben … denken …) werde ich schreiben.

Ja, über mein Glück! Das hatte ich reichlich. Das sehe ich jetzt erst so richtig und wahrhaftig. So alt musste ich werden um nicht mehr über all meine zahlreichen schlimmen Erlebnisse schreiben zu wollen (welche ich schon in vielen „Büchern“ verarbeitet habe), sondern nur über mein Glück.

Hunderte Male hatte ich begonnen / geändert / erneut begonnen ein Kapitel meines Lebens aufgeschrieben … und nie beendet, weil ich an klein oder GROSS-Schreibung bzw. an Bei-und Bindestrichen, sowie Abständen und „Zeiten“usw. verzweifelt bin. Viele Glücksstorys ‚erzählt‘ mein Leben, doch die BESTE erzähle ich hier: Ich war 45 Jahre ‚jung‘, frisch geschieden, zwei Kinder, eins davon lange erwachsen und wunderbar, das andere noch bei mir und auch wunderbar, aber in der Pubertät ;-) . Meine Figur war nicht mehr so schlank wie mit 30 und ich hatte außer den beiden wunderbaren Kindern und der Rolle als Ehefrau über fast zwei Jahrzehnte nichts vorzuweisen. Gut, ich hatte davor ca. 15 Jahre hart gearbeitet, aber nichts womit ich wirklich prahlen hätte können. Aber, ich bin ja eine Frau. Allerdings wollen Männer keine „alte“ Frau.

Ach so, ich hatte jetzt vergessen zu erzählen worum es ging. Ich war einige Monate nach meiner Scheidung (ich wurde betrogen und verlassen - es war eine sehr unfaire, unschöne Sache, aber das ist es ja meistens) auf der Suche nach „Mr.Right“. Nichts und Niemand konnte mich davon abhalten „ihn“ zu suchen und zu finden. Auch nicht so manche Leute, die meinten, dass ich als Alleinerzieherin einer pubertierenden Selbstbewußten, als „Dicke“ und „Alte“ und dazu noch ohne Geld (das nahm alles mein Ex mit) sowieso keinen Mann finden würde. Oder, dass „Gott“ mir schon einen Mann schicken würde, falls „Er“ dies wollte - ich solle auf seinen „Willen“ hören und nicht auf meinen …

Krampfhaft versuchte ich diesen / seinen Willen zu erkennen und habe viel gebetet. Dann entschied ich mich, es selbst in die Hand zu nehmen und schrieb dafür ein Konzept und das zu verwirklichen war dann einfach, aber es brauchte Geduld. Mein erwachsenes Kind meldete mich in einer Internetsinglebörse an und ich schrieb viel - egal ob klein oder GROSS ;-)

Es hat trotzdem noch Jahre gedauert bis ich meinen Ehemann / mein Glück fand. Er passt mehr als perfekt, er ist perfekt und so lieb zu mir. Fast jede einzelne Minute und all die Jahre mit ihm sind wunder wunderbar schön.

Was für ein GROSSES Glück!

© Aime