BENVENUTO PARADISO!

Ich hatte einen runden Geburtstag (mit 60 fängt das Leben erst so richtig an), meine Lebenspartnerin einen halbrunden (über das Alter einer Frau spricht Gentleman nicht). Aus diesem Anlass wollten wir beide uns etwas Besonderes gönnen. Nach kurzem Hin und Her stand es fest: TOSKANA. Und zum Abschluss der Reise ein paar Tage in Triest.

In Florenz und Pisa ist man ja gleich mal. ABER dieses Mal wollten wir die Toskana pur, wie es leibt und lebt. Wir suchten einen geschickten Ausgangspunkt, wo die Wege nicht weit waren und einigten uns auf den kleinen Ort Monteriggione. Ein Geheimtipp und wirklich zu empfehlen. Bei einem Rundgang fühlst Du Dich ins Mittelalter zurückversetzt. Es gibt hier auch ein spezielles Mittelalterfest mit allem was dazugehört. Der kleine Ort ist komplett autofrei, so kannst Du alle kleine Gässchen, Läden und Lokale ohne Autolärm und Abgase genießen.

Jetzt galt es noch, die richtige Herberge zu finden. Es musste natürlich auch etwas Besonderes sein. Hotels mit Hunderten von Zimmern und großen Speisesälen sind nicht meins. Klein, fein und etwas anders - JA da bin ich daheim. Nach langer Suche stieß ich auf Borgo dé Brandi, ein aufgelassenes kleines Kloster, das in eine romantische Herberge mit Appartements umgebaut wurde. Wir hatten das große Glück, das wir fast alleine als Gäste empfangen wurden. So konnten wir das herrliche Frühstück im steingemauerten Innenhof so richtig genießen. Das Lächeln der Hotelmanagerin versprach einen sonnigen Tag. Nach dem Frühstück gab es dann persönliche Tipps, die in keinem Reiseführer zu finden sind. So erfuhren wir zum Beispiel, welches Parkhaus wir am besten für den Besuch in Siena anfahren sollen oder welche Lokale wir auf alle Fälle aufsuchen sollten. Ein Höhepunkt war der Pool der Anlage, der nach einem Ausflugstag schon auf uns wartete. Beim Schwimmen umgeben von Wäldern, Rebstöcken und Olivenbäumen hatte ich auf einmal das Gefühl: ich bin hier im Paradies. Rundum absolute Stille. Einfach phantastisch!

Siena ist immer wieder eine Reise Wert. Vor allem die kleinen, etwas abseits gelegenen Gässchen und die Hinterhöfe der Bewohner haben es uns angetan. Aber auch die kleinen lieblichen Orte wie San Quirico, Pienza oder Colle di Val d'Elsa sind sehenswert und machen die Toskana so einzigartig.

Nach 5 Tagen nahmen wir schweren Herzens Abschied vom Paradies. Der Mix aus atemberaubender Landschaft, kleine sehenswerte Orte, herrliches Essen und Trinken sowie sonnige Menschen machen es aus.

An Triest bin ich sicher schon an die dreißig mal vorbeigefahren und hab mir nichts dabei gedacht. DAS war ein Fehler! Triest ist ein Must. Wir wollten direkt am Meer Übernachten und stiegen deshalb im Hotel Miramare ab. Das Hotel befindet sich nur wenige Schritte vom Schloss Miramare entfernt. Mit einer Parkanlage, wo Du nicht mehr aus dem Staunen raus kommst. Genau so besuchenswert ist auch die Altstadt mit den vielen Cafes. Wir kommen wieder!

© Alberto