Wie wärs mit Mexiko?

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Wie wärs mit Mexiko? | story.one

Ich war schwanger mit meinem ersten Kind, als meine Mutter, meine Freundinnen und ich beschlossen, nach Mexiko zu fliegen. Wir planten eine Kulturreise und im Anschluss einen Badeaufenthalt auf der karibischen Halbinsel in Yucatan.

Immer schon haben mich die Pyramiden ferner Länder interessiert und ich wunderte mich, wie diese Bauwerke der Antike weltweit geschaffen wurden ohne, dass die Völker der Kontinente sich darüber austauschten. Oder taten sie es doch?

Es gibt jedenfalls Pyramiden und andere Bauwerke in Ägypten, in Mexiko, in Asien uvm.. Weltweit wurden im Meer versunkene Pyramiden, Tempel und andere Bauwerke aufgefunden.

Unser erster Halt war die meistbesuchte Pyramidenstätte Mexikos: Chichen Itza', die heute zu einem der sieben Weltwunder zählt. In Chicken Itza' gab es für uns Touristen dann tatsächlich Chicken.

Wir machten in einer landestypischen und etwas heruntergekommenen Gaststätte in der Nähe des Ortes halt und es wurde uns in einem Tongefäß, im Erdinneren gebratenes Huhn serviert, dass uns zwar aufgrund des Hungergefühls schmeckte... für manche von uns hatte vermutlich das eigentümliche Essen verheerende langwierige Magen-Darmgeschichten zur Folge ...

Cancun zählt zu den meistbesuchten Städten der Welt und war unser nächstes Ausflugsziel. Es wurde uns angeraten, hier vorsichtig zu sein, da die Stadt als Drogenumschlagsplatz bekannt ist und nicht umsonst in der Sprache der Maya "Schlangennest" bedeutet. Wir fuhren weiter durch Einöde und Dschungel und kamen in Palenque an. Die Anlage zählt heute zum UNESCO Weltkulturerbe und befindet sich im Hochland von Chiapas. Die "Agua Azul" Wasserfälle in Palenque haben es mir besonders angetan.

Im Anschluss daran fuhren wir weiter über hügelige Dschungellandschaften und fanden unser Quartier in einem Dschungelhotel in Uxmal. Dieser Ort ist auch für ein Überangebot an Leguanen bekannt und ich hatte damals, denke ich eine "Leguanschwangerschaftsphobie".

Schwanger und Leguane ging für mich gar nicht, vor allem, wenn sich diese Tiere damals überall hindurchschlengelten. Unter der Klopapierrolle, auf dem Weg ins Zimmer, am Pool, überall Leguane in allen Größen und ich mittendrin. Mit meiner Phobie gegen alles schlängelnde, Schlangen, Leguane...

Ich verzichtete in dem Ort sogar auf unseren abendlichen Gang an die Bar, um mich vor den Tieren zu schonen. War es dann Uxmal oder Merida? Beim abendlichen Spaziergang begegnete uns jedenfalls auch noch eine Vogelspinne. Echt wahr.

Der Badeaufenthalt im Anschluss war perfekt und wir waren in einem wunderschönen Clubhotel untergebracht, wo es uns an nichts fehlte. Am Tag der Abreise erlebte ich erstmals Regenfälle, die ich von zu Hause bislang nicht gewohnt war, die mir jedoch in der heutigen Zeit leider auch zu Hause öfters begegnen. Die Klimaerwärmung.

Ich liebe auch heute noch die Dokumentationssendungen über die Kultstätten der Maya u. ä. mitsamt ihrer untergegangenen Geheimnisse.

© Andrea Gundolf 01.08.2020