Goldfischerstimmung

FishBusinessCase & Goldfischerstimmung

Ab dem 13 Lebensjahr begann ich, die Teiche unserer in der Stadt Salzburg gelegenen Landwirtschaft zu beangeln. Im Zeitraum von Mai bis September fischte ich, unter anderem mit meinen Klassenkameraden. Wir gingen auf Zander, Aal, Karpfen und sonstige Weißfische. An einem sonnigen Frühlingstag, bemerkte ich, in einem unserer Teiche hunderte Goldfische unter einem Baum, welche dicht beieinander standen. Ich dachte mir sofort, daraus muss ich was machen. Ich brachte meine Angel in Schuss, nahm zwei Eimer und die Arbeit konnte beginnen. Wichtig, beim bestücken der Angel war, dass der Angelhaken, ein bisschen aus der kleinen Weißbrotkugel hervorragte, denn dies erleichterte den Anschlag, welcher unmittelbar nachdem der Goldfisch die Brotkugel verschluckt hatte, erfolgen musste, um ihn nicht zu verletzen. Genauso wichtig war es, nach dem man den Fisch vorsichtig an Land navigierte, die Hände nass zu machen, bevor der Kontakt zu seiner Schleimhaut statt gefunden hat, denn diese sollte nicht beeinträchtigt werden. Um dann den Angelhaken vorsichtig zu entfernen. Nach zwei Stunden angeln, hatte ich ungefähr 30 Goldfische mit einer durchschnittlichen Größe von 4-7 cm gefangen. Darauf folgte ein Inserat beim Salzburger Stadtanzeiger und am Wochenende empfing ich meine ersten Kunden. Ich kam dann auch auf die Idee, die städtischen Zoogeschäfte zu beliefern. Ich holte die bestellte Ware aus unserem Hälterbecken und lieferte, mit meinem Fahrrad, den Eimer an der Lenkstange hängend, hochkonzentriert und unfallfrei, meine Ware aus. Im Zeitraum von Mai bis September verkaufte ich dann, die Goldfische zu einem angemessenen Stückpreis. Und konnte so in sehr jungen Jahren einen lukrativen Nebenerwerb finden.

© Andreas Scheck