Mein imaginärer EU Stammtisch Monolog

und Plädoyer am Londoner Speaker Corner

Nun, wenn wir über die EU am Stammtisch diskutieren, wird es oft oberflächlich. Und ohne dass es uns bewusst wird, liebe Freunde, beeinflusst alles was wir Sagen, die Confirmation Bias (vereinfacht, wir lassen nur die Informationen an uns heran die unsere Geisteshaltung unterstützen) und das mediale Gesetz: Good news are no news, and bad news are good news, beginnt zu wirken. Die Gurkenkrümmung, der Bräunungsgrad der Pommes, die vereinheitlichten Traktorsitzgrößen im Unionsgebiet. Also beim rekapitulieren, der übernommenen Vorurteile gegenüber der EU, da seid ihr liebe Freunde und der gelernte Österreicher sattelfest. Aber dann war da noch die Lokvogeloperation gegen drei Mitglieder des EU Parlaments und den ehemaligen österreichischen Innenminister und EU Abgeordneten (versteckte Kamera – aber ohne Spass sondern mit Ernst Strasser). Wir erinnern uns an den veröffentlichten Video Mitschnitt, wo diesem Herren für eine Gesetzgebungsbeeinflussung Geld versprochen wurde. Übrigens wurde diese Aktion initiert durch die EU feindliche Murdochpresse.

Ich vertrete beim Thema EU andere Ansichten. Zu diesem Zweck möchte ich euch, das wunderbare Buch von Karl Markus Gauss "Die Hundeesser von Svinia" ans Herz legen. In diesem Buch, beschreibt er wie er sich, im wahrsten Sinne des Wortes bei den Roma Minderheiten in der slowakischen Stadt Sivina, eingelebt hat. So ähnlich wie seinerzeit Günther Wallraff, aber das ist jetzt eine andere Geschichte. Sivina ist einer von 300 Slums der Slowakei. Karl Markus Gauß weist in diesem Buch darauf hin, dass es unter den Roma selbst auch so etwas wie Kasten gibt und dabei gelten die Hundeesser von Siviana, als Diejenigen die sich in dieser Hierarchie am unteren Ende befinden. Die Bewohner dieser Ghettos verfügen über kein Ortsgefühl, (die Baracken haben keine Hausnummern) kein Zeitgefühl und es entstehen aufgrund der schlechten hygienischen Situation endemische Krankheiten. Und jetzt aufgepasst: Die Europäische Union fördert Programme, durch die den Bewohner dieser Slums, gezielt gezeigt wird, wie man mit Kühlschränken umgeht. Wichtig zur Vermeidung von Krankheiten die durch fehlende Hygiene entstehen. Das Ganze ist umgekehrt, zur Geschichte zwischen weissen Mann und den Indianern in den USA. Ist das nicht wunderbar. Also schreibt euch hinter eure Ohren! Ceterum censeo Carthaginem, ahh, ich meine die EU sollte in jeder gedanklichen Hinsicht erweitert werden.

© Andreas Scheck