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Familiengespräche

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Familiengespräche | story.one

Es passieren wahrlich wunderliche Dinge, wenn man mit dem Nachwuchs über dem selben Keller wohnt. Und bei drei Nachwüchsigen glaubst Du langsam nicht mehr an Wunder, und auch nicht an Zufälle. Du fragst Dich, ob das echt passiert ist oder erfunden. Wenngleich.... So geniale Erfindungen kann‘s kaum geben.

Hier ein paar dieser Episoden. Jede davon ist eine eigene kleine very short Story.

1) Aus der Rubrik „Eltern-Kind-Gespräche“:

K: „Was machen wir heute noch zusammen?“

E: „zusammen_räumen“

2) Dialog im Badezimmer:

M: „Darf ich das Fenster abdrehen?“

A: „Ja, und mach das Licht zu.“

3) Ein wunderbares Kurzgespräch:

M: „Du, Papa? Morgen brauchst mir eh kein Taschengeld geben.“

A: [erstaunt] „??“

M: „Weil Du mir im Kino Pop-Corn kaufst!“

4) Unlängst wurde ich von 134 Zentimetern über die wahre Bedeutung des Begriffs „Torschütze“ aufgeklärt.

„Der Torschütze schützt das Tor.“

Hat schon was, diese Erklärung. So gesehen werden die Messis und Ronaldos wohl bald aus den Geschichtsbüchern verschwinden.

5) Aus der Rubrik „Gespräche mit Pubertieren“:

E: „Wann werdet ihr nach Wien fahren?“

P: „jetzt - dann - bald - einmal“

Präziser geht’s in dem Alter offensichtlich nicht.

Ich seh’s positiv: Die richtige Antwort ist wahrscheinlich mit Sicherheit darunter.

6) Wieder mal Gespräch mit einem Pubertier:

I: „Was müsste passieren, dass Du Dich auf ein Blåkart setzt?“

P: „Windstille!“

(Für jene, die den Begriff „Blåkart“ nicht kennen: Das ist eine Art GoCart mit Segel - windbetrieben.)

7) Pubertier: „Wir wollen D. was zum Geburtstag schenken. Wir denken da an Bubble-Soccer.“

Erwachsener: „Hej, tolle Idee! Du weißt aber eh, dass das nicht gerade billig ist?“

P: „Ja. Wir wollen zusammenlegen. Wir sind eh fast 10 Personen.“

[kurze schöpferische Pause].

P: „Also ... fünf, um genau zu sein.“

8) Gespräch zwischen Mutter & Tochter nach einer großangelegten textilen Geldvernichtung:

M [ein neues Kleidungsstück tragend]: „Ist das nicht ein bisschen ... rosa?“

T: „Egal! Das ist vor allem eins .... nämlich MEINS!“

9) Gespräche mit Pubertieren sind wunderbar. Man wird zu einer sorgfältigen Wortwahl gezwungen, begegnet unerwarteten Reaktionen und erhält kreative Antworten - vorausgesetzt, man erhält überhaupt welche.

E: [stellt eine Frage mit 3 (!!) Antwortmöglichkeiten] „...?“

P: „Both“

10) Was an einem Sonntagmorgen im Oktober wirklich wichtig ist, das weiß der fast 140-Zentrimetige:

140: „Papa? Wann besorgen wir einen Adventkalender?“

I: „Jetzt schon? Wir haben doch erst Oktober!“

140: „Aber der is‘ doch schon fast vorbei!“

I: „Vorbei?“

140: „Ja! Also, aufgerundet!“

11) M: „Gab’s eigentlich schon mal ein Biathlon-Rennen, bei dem ein Sportler die Scheiben - also, äh.... Bei dem er GAR NICHT getroffen wurde?“

E: „Ich hoffe ja doch, dass noch nie jemand getroffen WURDE.“

M: „Wirklich?“

E: „Aber ich bin mir sicher, dass schon mal einer gar nicht getroffen HAT.“

U: „Aber...? PAPA!!!“

Photo: Katya Austin, Unsplash

© Andreas Trimmel 17.05.2020

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