Erde

  • 125

Bewahren wir uns den Boden unter den Füßen. Jetzt, heite, in Corona-Tagen, in denen so vieles wegbricht, was vermeintlich sicher war. Die Erde trägt uns, sie gibt uns Halt. Wir lernen in dieser Krise umso mehr, was für uns Bestand hat. Welche Chancen dürfen wir wahrnehmen, um geerdet zu bleiben? Was hilft uns? Was macht Erdung aus? Sind wir stabil? Oder lassen wir uns vom Kreislauf des Lebens, von stürmischen Zeiten aus der Balance werfen? Geburt, Leben und Tod, der gleichzeitig unsere Wiedergeburt darstellt, sind genauso unsere Aufgaben auf der Erde, wie solche Herausforderungen zu meistern. Wir sind stärker, als wir denken!

Das Wort „Erde“ dient nicht nur als Bezeichnung für unseren farbenprächtigen Planeten Erde, mit allem was hier ist. Die Erde ist Grundlage für Wachstum von Bäumen und Pflanzen. Menschen sind reine Erdenwesen, dank der Anziehungskraft sind wir mit ihr verknüpft. Kennt ihr die vier Elemente? „Element“ Erde schenkt uns Nahrung. Dürfen wir hier wachsen, wirken und uns entwickeln. Wir erleben Geborgenheit, und auch überwältigende Kräfte.

In der vedischen Lehre ist die Erde die Mutter, die die Menschheit beschützt. Homer schrieb: "Erde, du Mutter aller, singen will ich von dir, Ernährerin aller Geschöpfe!“ Die Göttin Erde wird weiters als eine dunkle Macht gezeigt, beim Abstieg in die "Unterwelt". Dort befinden sich Fabelwesen, Feen, Zwerge, Einhörner und Drachen. Glaubt ihr an diese Weltenwesen?

Was haben wir getan? Wir entwendeten unserem Planeten unzählige Schätze. Irgendwann verloren wir Verbundenheit und Wertschätzung, wir vergaßen, nach Jahreszyklen zu leben. Wir achteten nicht auf Ausgleich, auf Geben-und-Nehmen, wir bedankten uns nicht mehr für die reichen Ernteerträge. Wir schafften es nicht einmal mehr, die feinen Qualitäten der Jahreszeiten in aller Vielfalt wahrzunehmen und unser DASEIN an diese natürlichen Vorgänge anzupassen. Wir funktionierten für die Wirtschaftswelt. Höher, weiter und schneller. Jetzt spüren wir, was das -durch die Krise - „Zurückgeworfen sein“ in uns auslöst. Besinnen wir uns, was wirklich wichtig ist: Wasser, Erde, Feuer und Luft.

Es gibt eine sehr einfache Lösung, wie wir die Verbindung zu Mutter Erde intensiv und bewusst erleben: Indem wir zu Fuß gehen. Gehen verändert. Ein Schritt nach dem anderen verbessert Deine Wahrnehmung. Ich empfehle: Wann auch immer es möglich ist, geniesst Natur, Wald, lauft um einen See. Jetzt erst recht. Alleine.

Ähnlich hielt ich es während meiner wunderbaren Reise nach Somerset, England. Ich nutzte jede Möglichkeit, jede freie Minute, um die Gegend zu erkunden! Ich war in wunderbarer Begleitung. Danke, liebe Freundin Magdalena. Die Liebe zu unserem Planeten verstärkte sich mit jedem Tag, an dem wir weite Spaziergänge genossen.

Nehmt die Wege, die ihr geht, als Geschenk. Die Erde selbst zeigt sich für mich als „Lady Gaia“, als tanzende, weise Frau, in einem wunderschönen Kleid, die ihre Gaben großzügig teilt. Danke!

© Barbara Prinz