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"ich will nur dass du tanzt Marie ..."

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"ich will nur dass du tanzt Marie ..." | story.one

"Ich will nur dass du tanzt zu diesem Lied, ich will nur dass du glücklich bist Marie..." dieser wundervolle Ohrwurm begleitet mich nun seit Tagen und lässt mich mitsingen und mitschwingen.

Ich tanze nicht gerne zu zweit. Ich kann das auch nicht gut. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht gut führen lasse? Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich bis jetzt einfach nicht gut geführt wurde? Was ich aber gerne mag ist, alleine zu tanzen. Da schimpft mich dann auch keiner, wenn mein Taktgefühl fehlt und ich trete auch niemanden auf die Füße. Auch brauche ich keine Etikette einhalten oder eine richtige Haltung einnehmen und an Fremdgerüche muss ich mich auch nicht gewöhnen.

Wenn ich mich alleine bewege, mich drehe und tanze, mit der Musik verschmelze, die Augen schließe, an nichts mehr denke, wenn ich ganz bei mir bin, verbunden mit meinen Herztönen und mit den Klängen meiner Seele, dann lächle ich nach innen. Wenn meine Haare fliegen und mein Körper sich biegt, dann fühle ich so richtig meinen Lebensbeat.

"Ich will nur, dass du tanzt zu diesem Lied, ich will nur dass du glücklich bist Marie..."

Gerade in den letzten Monaten, wo ich sehr viel zu Hause war und das Leben, mein Leben, mir metaphorisch unschöne kalte Wände, unsinnige Dekorationen und viel alten Staub präsentierte, hatte ich vermehrt den starken Drang bzw. große Lust, meine Emotionen zu tanzen, ganz für mich alleine.

Gefühle und Gedanken auszudrücken kann ich ganz gut mit Stift und Papier oder mit Lapi und Tastatur. Hin und wieder gelingt es mir auch beim Sprechen mich so auszudrücken, dass ich verstanden werden, aber das ist schon viel schwieriger. Der Mensch hört verstärkt gerne, was er hören will und nicht, was eigentlich gesagt wurde. Gerne eiert man auch herum, statt die direkte Sprache zu verwenden. Da nehme ich mich selbst gar nicht raus. Die Kommunikation unter- und miteinander ist eine der schwierigsten Lebensaufgaben, dabei ist sie die wichtigste, wie ich finde.

Wenn ich tanze, bin ich ganz bei mir. Da braucht mich auch niemand sehen, verstehen, interpretieren, analysieren oder missverstehen. Da bin ich im Gespräch mit mir. Da genieße ich es, ganz selbstverständlich ohne Worte zu sein. Da schüttle ich festsitzende, schlechte Emotionen ab, beate was das Zeug hält, lasse ich los, in dem ich auch mal laut schreie, mache mein Herz wieder frei und weich und meinen Körper biegsamer, finde so wieder meinen Ausgleich zwischen Yin (weibliche Energie) und Yang (männliche Energie).

Manchmal verbeißt man sich gerne in einer Sache, ist ungeduldig, fordernd und statt leicht zu tanzen, dreht man sich wie ein sturer Hamster im Kreis, dann verliert man schnell den Rhythmus des Lebens und fühlt sich gar nicht glücklich....

Weniger jammern, mehr lachen, tanzen und dankbar sein. Dankbarkeit macht nämlich wirklich glücklich und glücklich sein macht schön, innen wie außen.

"Ich will nur, dass du tanzt zu diesem Lied, ich will nur dass du glücklich bist Marie..."

Bild: pixabay

© BarfussdurchdieSeele 30.06.2020

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