Zugedröhnt.

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Zugedröhnt. | story.one

Wir saßen da, inmitten von Menschen. Menschen die hektisch ihrem Alltag nachgingen. Vielleicht 14 oder 15 Jahre alt. In einer U-Bahn Station. Zugedröhnt vom süßen Geschmack des Lebens, dachten wir zumindest! Es war in Wahrheit Dope dass wir beim Dealer um der nächsten Ecke besorgt hatten. Ein Dealer der hätte unser Vater sein können. Er verkaufe billigen Shit an minderjährige Kinder. Meisstens waren sie alte Säcke die nach Zigaretten, Alkohol und süßlichen Duft des nichtgewaschen seins rochen. Es waren dunkle muffige Räume, die als Cafe‘s getarnt waren. Davon gab es viele. Meisstens hockten andere Menschen dort, zugedröhnt vom süßen Geschmack des Lebens. Das Wort Menschen ist bewusst gewählt, weil ihre Gesichter verschwommen sind. Aber es werden wohl auch alte Säcke gewesen sein. Mädchen und Buben die Drogen kauften und nicht wussten was sie tun.

High vom Dope und high vom Leben auf die U-Bahn zu warten, kann viele Abenteuer mit sich bringen. Die Menschen beobachten einem. Es ist egal. Alles rundum ist egal. Der Zug kommt, der Druck bläst einem den warmen Wind ins Gesicht, die Haare wehen, die Lichter blenden, die Bong im Rucksack.

Da saßen wir nun, und glaubten alles zu wissen. Wir wussten nichts. Kinder.

#WeltBleibWach

© Blueberrylove 13.12.2019