Ein seltsamer Zufall

Die letzten 3 Wochen habe ich auf einer Rundreise im wunderschönen Costa Rica verbracht. Wir waren als achtköpfige Gruppe mit Gabu, unserem einheimischen Führer quer durch das Land unterwegs.

Gabu erzählte uns eine Menge über Geschichte, Kultur und Natur seines Landes. Noch immer im Ohr habe ich sein „Bueno liebe Leute“, wenn er begann uns etwas zu erzählen.

Vor der Reise machte ich mich auch über die Literatur Costa Ricas schlau und besorgte mir das Buch:

„Der Mönch, das Kind und die Stadt“ von Fernando Contreras Castro, einem zeitgenössischen Autor und Literaturwissenschafter an der Universität von San José.

Das Buch berührte mich sehr und eines Abends erzählte ich in der Runde davon. Gabu hörte mir aufmerksam zu, lächelte und sagte: Contreras ist mein Onkel, der Bruder meiner Mutter“, zückte sein Mobiltelefon und zeigte mir Fotos des Autors samt Familie.

Wir waren alle verblüfft. Es folgten noch interessante Informationen zur Person des Autors und ich las dann das Buch mit einer anderen Aufmerksamkeit als zuvor. Alle Teilnehmer notierten sich den Titel und wollen es nun ebenfalls lesen.

Ich muss die ganzen Eindrücke der Reise erst verarbeiten, wir haben in der kurzen Zeit soviel gesehen und erlebt. Von der Bio-Kaffeeplantage bis zum Besuch eines indigenen Volkes, von mehreren Regenwaldwanderungen bis zu Vogelbeobachtungen, wir haben mehrfach Reis mit Bohnen und Bohnen mit Reis gegessen. In Erinnerung bleiben werden vor allem die Begegnungen mit den Menschen, die wunderbaren Früchte, die man überall bekommt, vor allem auch zu herrlichen Säften gemixt. Natürlich auch der wunderschöne Bacardi-Strand an der Karibik-Küste, der 6 stündige Stau auf dem Weg dorthin und vieles mehr. Ja und zum Schluss noch der richtige karibische Regen, 2 Tage ohne Unterlass. Zeit um in der Hängematte zu lesen oder den Brüllaffen zu lauschen.

Dass ich nun aber den Neffen des Autors Contreras persönlich kenne, freut mich schon ganz besonders, welch herrlicher Zufall.

© BriBra