Fiese Biesterchen

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Fiese Biesterchen | story.one

Sie sind winzig, sie haben kein Gehirn und keinen Stoffwechsel, sie haben nicht einmal einen Zellkern und auch keine Zellmembran, trotzdem sind sie quicklebendig und äußerst effektiv.

Ein kleines Stückchen DNA oder RNA, eventuell verpackt in eine Eiweißhülle mit Rezeptoren, das genügt. Die Rede ist von Viren.

Solange sie keinen geeigneten Wirt haben, sind sie unauffällig, sozusagen im Winterschlaf. Aber wenn ihre Rezeptoren eine geeignete Zelle wittern, spielen sie ihr ganzes Können aus.

Auf verschiedenen Wegen können sie in den Körper gelangen. Dort docken sie an eine Transportzelle in Blut oder Lymphe an, die sie zu ihren bevorzugten Orten bringt. Covid-19 befällt die Lunge. Die Rezeptoren auf der Virusoberfläche täuschen der Zelle vor, dass ein passendes Eiweißmolekül angedockt hat und so kann das Virus in die Zelle eindringen.

Dort wirft es seine Hülle ab und schleust kleine Stücke von sich in den Zellkern. Die befallene Zelle stellt dann Kopien des Virus her. Das kann ziemlich schnell gehen, sogar innerhalb von Minuten. Schließlich platzt die Wirtszelle. Die neue Virengeneration bastelt sich aus den Teilen der Zellmembran eine neue Hülle mit Rezeptoren und befällt neue Zellen. Dabei sind RNA Viren besonders kreativ, denn sie stellen keine identen Kopien von sich her wie die DNA Viren, sondern Milliarden ähnlicher Viren. Dann tut sich das Immunsystem oder ein Medikament natürlich schwer, diese zu eliminieren, denn das Gegenmittel muss genau passen und bei so vielen verschiedenen Erregern ist das eine riesige Herausforderung.

Wenn das Immunsystem des Körpers geschwächt ist oder das Virus besonders aggressiv, kann eine schwere Erkrankung entstehen, die auch tödlich verlaufen kann.

Viren sind sehr lernfähig, sie mutieren, bauen ihre genetischen Strukturen um, setzen auch Gene von Schweinen oder Vögeln in ihr Genom ein. Sie haben sogar gelernt, Immunreaktionen des Körpers zum eigenen Vorteil auszunutzen.

Das erschwert natürlich eine Behandlung oder eine Impfung, denn die muss jedes Mal genau an die neuen Bedingungen angepasst werden.

Als RNA Virus neigt Covid-19 sehr stark zu Mutationen. Durch die Globalisierung wird die Verbreitung enorm erleichtert und so haben die fiesen Biesterchen das Potential für eine weltweite Pandemie. Ein Glück, dass die Erkrankung in vielen Fällen relativ harmlos verläuft.

Was aber , wenn potentere Viren in den Umlauf gelangen oder sogar bewusst freigesetzt werden?

Ich glaube, dass sich die Forschung auf die Lebewesen konzentrieren sollte, die seit Jahrmillionen auf Viren reagieren - die Pflanzen. Wahrscheinlich sind es besonders die invasiv wachsenden Pflanzen, die enorme Heilkräfte bergen. Nichts in der Natur ist umsonst und wenn diese Pflanzen schon so bereitwillig zur Verfügung stehen, soll uns das etwas sagen.

Bei mir zu Hause lagern jedenfalls Tinkturen und Tees von Holunder, Süßholz, Isatis, Scutellaria, Houttuniya , Rosenwurz, Lomatium, Polygonum,...

© Christine Salchegger 07.03.2020