Hunde-GeDANKen

Am 3.3.2019 hat eine 18-jährige - ihren Hund - einen 10-Monate alten Malteser - einem 20-jährigen Mann anvertraut. Er hat Buddy 8 Stunden eingesperrte und sich dann über ein Lackerl in seiner Behausung so geärgert, dass er das Jungtier mehrmals mit dem Fuß trat, ihn gegen die Wand schleuderte und seinen Kopf in die Toilette tauchte. Zum Glück hat es der Hund überlebt - dank Tierschützer - hat er jetzt ein neues gutes zu Hause. Der Tierquäler hat sein furchtbares, qualvolles Verhalten am Handy festgehalten. Das Video wurde ganz schnell im Netz verbreitet. Man sah nicht nur die furchtbaren Bilder, sondern hörte auch noch das qualvolle Jaulen des entzückenden Hundebabys. Mir wird ganz übel, wenn einem Lebewesen mit einem kleineren Gehirn von einem Lebewesen mit einem größeren Gehirn sowas angetan wird. Was ist das für ein bösartiges Menschenwesen?

Gott sei Dank geht es meinen Havanesenbuben besser. Wobei ich wahrscheinlich nie erfahren werde wie seine ersten 5 Lebenserfahrungsjahre mit der Spezies Mensch waren.

Ich wuchs seit meiner frühen Kindheit mit Hunden auf.

Der 1. biss mich unter dem Tisch, weil ich was Hinuntergefallenes aufheben wollte und der Hund dieselbe Idee hatte. Ich war schneller, aber dafür erwische er noch meine Hand. Dann hatten meine Eltern Rauhaardackel, wobei der 2. meine Minischildkröte durch den Panzer biss. Dann holten wir noch einen Schäfer vom Tierschutzheim.

Jung verheiratet holten wir über die Tierecke einen griechischen Rotweilerschäfermischling. Unsere 2 Töchter konnten auf ihm reiten, ihn an den Ohren ziehen, er half ihnen beim Biskottenessen und wenn sie weinten legte er sich neben die Wiege bzw. das Gitterbett. Heute würde er wahrscheinlich als Kampfhund eingestuft.

Kurz vor der Scheidung entschieden wir uns für einen Flatcoated Retriever. Der liebte jedes Wasser und wenn es noch so eine kleine Pfütze war - er war drinnen. Diese treue Seele war jahrelang der beste Freund meiner älteren Tochter, das war eine 12-jährige innige Beziehung.

Und im Jahr 2000 holte ich mir meinen Sonnenschein. Über eine engagierte Hundefreundin konnte ich einen schwarzen Havaneser (von Tierschützern aus einem Ungarischen Vernichtungslager gerettet) ein gutes Zuhause schenken. Ich ging mit ihm Rollerskaten oder Radfahren. Er war 15 Jahre mein. Als ich meinen Wohnsitz veränderte bekam ich noch eine keifende Malteserhündin und eine 3-beinige Katze dazu. Die Vorbesitzerin des Hauses hat die beiden Tiere einfach zurückgelassen.

Im Jänner vor 2 Jahren holten wir in der Nähe der Ungarischen Grenze unseren jetzigen Liebling - über "willhaben". Ca. 5 Jahre alt. Ein Scheidungshund. Der neue Mann wollte keinen Hund.

Seppi der Bissige, Bimpi der Rauhaardackel, Gufi der Panzerknacker, Gigi (meine Kinder nannten meine Mama - Gigioma), Rocko - ein Schäfer aus dem Tierschutzhaus, Rocky der Kinderversteher, Komet bester Freund meiner Tochter, Blacky mein Sonnenschein, Sindy die Keifende, Niko am Titelfoto

© Claudia Gelbmann