Fisch macht glücklich

Was wären wir ohne die kulinarischen Schätze der Ozeane. Wem läuft nicht beim Gedanken an gegrillten Steinbutt mit buntem Buttergemüse oder kurz angebratenen Jakobsmuscheln auf frischem Salat das Wasser im Mund zusammen. Die Liste an wohlschmeckenden Fischgerichten und gourmetfeinen Meeresfrüchten scheint kein Ende zu nehmen.

Alleine in der Nordsee tummeln sich mehr als 200 verschiedene Fischarten und auf den Speisekarten der 450 Insel-Restaurants dürfen Steinbutt, Heilbutt, Seezunge, Miesmuscheln, Austern, Kabeljau, Jakobsmuscheln, Scholle, Hering, Hummer, Thunfisch, Lachs und Seelachs, aber auch gelegentlich Aal, Stinte, Makrele, Rochen, Knurrhahn, Meeräsche, Rot-, Gold- und Wolfsbarsch, Zander, Steinbeißer, Forelle, Seehecht, Pangasius, Karpfen, Skrei, Seeteufel, Garnelen und Riesengarnelen, Knieper, King-Crab, Sepia, Kalmar, Pulpo, Hornhecht, Dorade, Schellfisch, Kaviar, Langusten und Seebrasse nicht fehlen.

Fisch enthält hochwertiges Eiweiß, das leicht verdaulich ist, lebensnotwendige und gesundheitsfördernde Omega-3-Fettsäuren, wertvolle Vitamine, Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Selen und Seefische auch Jod.

Roh verzehrt wird Sushi und Sashimi, wo keine Vitamine beim Garen verloren gehen. Räuchern, dünsten, dämpfen, braten... auf jeden Fall kommt mit einem Speisefisch viel Gutes für die Gesundheit und eine Gaumenfreude auf den Tisch. Die Aufnahme des Eisens im Gericht wird durch Vitamin C-haltiges Gemüse, Kräuter oder Zitronensaft verbessert.

Auf der Insel Sylt lehnt man sich entspannt zurück und lässt sich bekochen, denn frischer als hier findet man wohl kaum wo Fisch in den Küchen: gestern gefangen, früh morgens filetiert und mittags am Teller. Aussuchen, hinsetzen, plaudern, genießen, ein Gläschen Champagner oder Prosecco als Aperitif, um die meist durch Zug-Anreise oder stockende Fahrt mit dem Autozug strapazierten Großstadt- oder Festland-Nerven zu beruhigen und auf einen schönen Aufenthalt bei fast immer traumhaften Wetter einzustimmen, dann den besten Fisch am Teller mit gerade eben zubereiteten Salaten oder gedämpftem Gemüse haben und einfach schmecken lassen. Was gibt es Schöneres...

Meist trifft man bekannte Gesichter vom letzten Urlaub, oder aus der Nachbarschaft oder lässt sich mit neuen Strandbekanntschaften auf einen netten Schnack ein, bei einem halben Glas Wein und einem kleinen Dessert zum Abschluss. Sogar der Name Sylt leitet sich angeblich vom dänischen Sild ab.

Die 17.000 Einwohner der Insel sind außerdem wunderbare Gastgeber. Für das leibliche Wohl der Urlaubsgäste ist an jeder Ecke gesorgt. Hier geht keiner hungrig oder unzufrieden zu Bett nach einem langen Sonnentag am Strand. Als kulinarische Hochburg bietet sich die Insel regelrecht an für eine dreiwöchige "Fisch-und Sonne-Kur" für Feriengäste aus der Mitte Deutschlands und so werden engagierte Gastronomen zu guten Freunden, die man gerne jedes Jahr wieder trifft.

© Daniela Neuwirth