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#mut#miraclejohn#corcooning

Wer braucht Schuhe?

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Schnell, schnell, eilt herbei, die Schuhe werden knapp und der Winter naht! Unseren Füßen könnte sonst ein harter Winter bevorstehen.

Letzten Samstag hatten viele unserer Landsleute von einer Werbeaktion erfahren und fuhren so schnell sie konnten in Einkaufszentren und Einkaufsstraßen, um ihre Chance auf ein Paar Schuhe zum halben Preis zu nutzen. In weiser Voraussicht drei Wochen keine Fußbekleidung kaufen zu können, wurden Geschäfte gestürmt, Sicherheitsabstände missachtet, Menschen gezielt an einen Ort gelockt, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Welch hoch entwickelte Spezies steckt in der Hülle Mensch? Wie schwer dieser zu Manipulieren ist, kann man fast nicht glauben! Welch große Anstrengung von Unternehmen nötig ist, um den krisengebeutelten Menschen noch schnell einen Newsletter zukommen zu lassen, damit so viele Menschen wie möglich in einer medizinischen Notsituation, an einen Platz, für Stunden, zusammenkommen können. Hut ab liebe Werbeindustrie! Ihr habt einen Teil der entwickelten Spezies, geschickt, in eure Fänge geführt.

Ich selbst musste mir am Samstag dieses Szenario Mitansehen. Ich leite ein Sportgeschäft in einem Einkaufszentrum am Stadtrand von Wien und war gezwungenerweise ungewollter Beobachter dieser Schuhkrise in den österreichischen Haushalten. Die Menschen in den 30 Meter langen Warteschlangen waren sehr diszipliniert. Sie hatten ca. 50cm Unsicherheitsabstand zueinander, im Geschäft griffen sie Schuhe an die zuvor bereits andere und davor wieder andere an, hatten. Sämtliche Schuhschachteln wurden natürlich nicht desinfiziert. Sauberes Bargeld wurde von Kunde zu Kassa und Kassa zum nächsten Kunden schnell und unkompliziert weitergegeben. Da wurde viel Know-how investiert, um den Virus keine Chance zu geben.

An dieser Stelle frag ich mich wie groß der Mangel an Schuhen, in unseren Schränken, Regalen, Kellern, Haushalten und angemieteten Schuhaussenlagern sein kann? Nachdem am Samstag etliche Menschen mit 3, 5 und manchmal sogar mit 10 Paar Schuhen die Geschäfte verlassen hatten, gehe ich davon aus, dass wir den Schuhnotstand ausrufen sollten. Schließlich könne man im Winter Erfrierungen an den Füßen bekommen, wenn diese nicht den geeigneten Schutz erhalten.

Wenigstens die Schuhfetischisten des Landes bra

uchen sich keine Sorgen, um ihre Versorgung machen

. Es werden genug getragene Schuhe auf diversen Verkaufsplattformen nach dem Lockdown zum Angebot gebracht werden.

Vielleicht wäre es zielführend alle Schuhkäufer des vergangenen Samstags zum Coronatest zu bestellen. Danach könnte man mit großer Wahrscheinlichkeit einige positive Fälle verzeichnen. In weiterer Folge sollten sämtliche Kontaktpersonen dieser Personen getestet werden und den gesamten Krankheitsverlauf dieser Menschen könnte man den Geschäftsführungen und der Regierung vorspielen, um zu beweisen, dass Gier tödlich sein kann.

© David Peter 2020-11-16

LOCKdown - 2.(0) Klappe

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