Schöpfung

ist lebendig durch die Artenvielfalt in einer gemeinsamen Welt. Demut.

WIE STILL

es ist. Ohne Wind. Wie regungslos die Blätter sind. Obwohl uns ein Hauch voller Leben streift.

VERÄNDERUNG

Strähnen vorm Auge. Ächzendes Keuchen im Ohr. Noch warnt mich der Wind.

BENOMMEN

Vom Rausch der Wellen. Dem windigen Säuseln in meinen Ohren. Und salzigem Züngeln. Will ich mich in dich stürzen. Von dir forttragen lassen. Urgewaltiges Nass.

GEBORGEN

Entrückt der Menschen Welt da draußen. Erwachen Sinne. Ich sehe, rieche, höre. Und spüre. Atme ihn tief ein. Und mich aus. Summen, Zwitschern. Vielleicht ein Plätschern. Ein dumpfer Schritt. Auf genadelter Erde. Der hohlwaldig klingt.

WEISS

Feucht und wandelbar. Federleicht bis tonnenschwer. Schweben sie dahin. Himmelsschafe, die uns nur hoch erfreuen, denn tief machen sie uns blind.

BLAU

verkleidet sich Grau. Um an unsichtbaren Schnüren zu weinen.

SCHWARZ

sollten Nächte sein. Um die bunten Sterne besser zu sehen.

AM ANFANG

belauben Bäume ihre Äste mit buntem Grün in allerlei Formen. Die Verführung der Nasen beginnt. Im Lavendelrausch summen wir vor Freude wie die Bienen. Bis in die Nacht hinein wird die Welt bequakt. Wie immer bringt mich der Heuduft zum Weinen. Bald verfliegt der Sommer wie die Vögel. Spinnen altern uns Weiber, während wir in Farben schwelgen, bis der Atem des Nebels sich um uns legt. Beruhigend, wenn weiße Flocken vom Himmel schweben. Sie wirken sauber, bringen Stille. Und lassen an sonnigen Tagen kalte Diamanten funkeln. Am Ende.

IM NEBEL

gleicht die Sonne dem Mond und lässt sich in ihr Antlitz schauen, mit dem sie uns sonst blendet.

ERFAHRUNG

Sonne kann streicheln. Bevor sie beißt und sticht. Wasser beißt auch. Doch warmer Sommerregen kitzelt.

UNKRAUT?

Brennnessel. Gast im Garten. Tut mir gut als Heißgetränk. Moos. Weich und flauschig. Erstickt meinen Rasen. Doch schön grün ist alles.

REGEN

Deckt reich den Gartentisch. Sie kriechen heran.

EIN STEIN

will ich sein. Wenn ich wiederkommen darf. Liegen und Staunen.

© Elis-Katha