Wo ... Ort ... orte

WORTE. Oft verschlucke ich mich. An Ungesagten Wörtern. Die ich noch gar nicht in den Mund genommen hatte. Manchmal komme ich ins Stolpern beim Artikulieren. Wenn ich zu hastig bin. Zu schnell was loswerden will. Und jedesmal ist da eine Enge im Hals, die mir die Luft nimmt.

Vielleicht erdrückt mich was anderes? Schnüre ich selbst mir das Lebenskorsett zu fest. Warum? Um mich einerseits zu stützen. Vor dem Zerbrechen. Daran, was mir das Leben manchmal aufbürdet.

Andererseits, um mein Herz zu schützen. Vor Gefühlen. Dass bloß keine mehr reinkommen. Und umgekehrt keine mehr hinauszulassen. So fängt die Mauer an, zu wachsen.

Immer wieder falle ich drauf rein. Bin zu sehr verstrickt in die alten Muster. Du kannst gar nichts dafür! Löst halt manchmal was aus in mir, dass mich in die Enge treibt. Hinter die Mauer.

So gehe ich dann los. Heute war ich lange draußen unterwegs. Allein mit meinem Hund. Um mir zurecht zu legen, wie ich mich verständlich machen soll. Dabei ist dein Verständnis zum Glück stärker als alle Mauern, die ich immer wieder errichte.

WORTE.

WO du bist, ist der ORT, an dem ich mich ORTE. Mich finden kann.

© Elis-Katha