von der ersten schitour zur Leidenschaft

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Es begann damit, dass mein Bergfreund mich fragte, ob ich Schi fahren kann. Ich gab zur Antwort: Nein nur Langlaufen. Dann kannst auch Schi fahren und das nächste Mal gehst mit auf Schitour. So einfach hörte es sich an. Also auf zum Gebirgsverein - Tourenausrüstung ausborgen und es konnte losgehen. Herrlich blauer Himmel, tolles Wetter und das Gribeln im Bauch wuchs von Minute zu Minute. Am Stuhleckparkplatz ging es dann endlich los. Zu dritt stapften wir los. Die beiden Freunde wollten mir ja gleich die ganze Schneid abkaufen und los ging es in den Wald. Spitzkehre war das Kommando. Was wollen die von mir? Keine Ahnung was das ist. Na den Schi anheben und Richtung wechseln. Vor mir ein Baum- hinter mir ein Baum und schon lag ich da. Gut, dass hatten die 2 sofort erkannt. Da kommen wir nie hoch. Also zurück zur Piste und einfach da rauf. Nun gab es kein zurück mehr. Die beiden stapften ohne mit der Wimper zu zucken bis zum Günther Haus. Schweißgebadet aber enorm glücklich kam ich dort an. Nach der ersten Erholungsphase mein erster Satz: Ma wie super, das mach ich wieder. Meine beiden Bergfreunde erstarrten hatten sie ja erhofft, dass ich nie wieder sage. Aber sie warnten mich: Du musst noch hinunter. Das hatte ich in meiner Begeisterung ganz vergessen. Ja, ja war mein Kommentar. Es gibt ja die blaue Piste und nur die fahr ich. Also ging es los. Wie lange die 1. Abfahrt auf Schiern gedauert hat, weiß ich nicht mehr. Eventuell genau so lang wie der Aufstieg. Immer wieder hörte ich Kommentare: "Stock Einsatz, Schulter vor usw" Wie auch immer, ich kam heil und sehr sehr glücklich an. Und die beiden Bergfreunde hatten mich voll infiziert, wieder eine Schitour zu machen. Inzwischen gehe ich sehr gerne Schitouren, genieße die Natur, den Schnee, die Ruhe im Wald und auch die Abfahrt. Mein Dank an die Bergfreunde, die mir dieses Glück und Freude eröffnet haben und dass es die Leihstelle im Gebirgsverein gibt.

Elisabeth Nemecky

© Elisabeth Nemecky