Machu Picchu

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Machu Picchu | story.one

Niemals dachte ich, dass ich eine story über NOTWENDIGES schreibe, die Medien sind schuld! Alles wird zerpflückt, umgedreht ob noch frisch oder bereits eingetrocknet.

Vor einiger Zeit, berichtete man über Touristen, die erwischt wurden, als sie im Weltkulturerbe der Inkas kacksten oder gekackst hatten. Sie werden bestraft oder vom Land ausgewiesen, was auch immer man davon glauben soll. Ein Stein wurde zerstört, dafür drohe einem Tourist bis zu 4 Jahre Arrest.

Nun hab‘ ich mich eingelesen, das Areal über Internet betrachtet. Außerdem bloggte eine Peru Liebhaberin, sehr authentisch . Machu Picchu sei als Rundweg (zwei Stunden) angelegt, man könne nicht gegen den Strom des Massentourismus, laufen. Spätestens wenn man eine Trillerpfeife höre, wisse man, dass man falsch sei. Ein erneuter Wiedereintritt innerhalb der Besuchszeit sei nicht garantiert. Die Bloggerin rät davon ab, vorher etwas zu sich zu nehmen, da es Toiletten nur außerhalb der Anlage gäbe.

Von Touristen werden meist oben auf einem Hügel mit einzigartigem Panorama, Fotos gemacht, falls Nebel oder Regen die Sache nicht verpatze. Ein Sonnenfenster zu erwischen, ist Glück. Von sehr weit angereist, wäre es für viele undenkbar, das Foto nicht posten zu wollen. Stolze Beweise! Daraus folgt, nur wer sich hinter einer Ruine verbirgt, dem gelingt es sich zu erleichtern, kompostierend. Zuviele haben dort die Übersicht, bin zwar kein Richter, aber böse Absicht würde ich aus der Ferne nicht erkennen.

Mein Wunsch als Kind war, Forscher oder Modezeichnerin zu werden. Es verfolgen mich immer noch innovative Gedanken :-) vielleicht wäre ein Onlineshop für Machu Picchu vorteilhaft? Biosackerl Einwegpackung, reißfest mit Duftgarantie, Rosmarin oder Tanne? Als zweite Variante sähe ich eine Baustellentoilette, ideal wäre ruinenmäßig getarnt.

Mit Blick auf des Menschen Bemühen, von klein auf, alles in den Griff zu bekommen, fiel mir eine mich schmerzende Begebenheit ein. Enkel Max, damals zwischen 1 ½ und 2 Jahre, ein Windelkind, wählte einen Vorhang, hinter dem er sich versteckte wenn er eigenartiges Rühren verspürte. Wann werden Kinder sauber? Individuell. Es gäbe Bücher, im Zweifelsfalle erfahrene Freunde. Wie auch immer, die ersten Produkte im Topf, werden mit Applaus begrüßt!

Mäxchen, so die Fotos, wurde von der immer besser wissenden „Gegen-Oma“ im zartesten Alter, auf eine Kindervorrichtung ihrer Toilette gesetzt. Ein MUSS, ihr Triumph im Vorfeld! Auch ihre Enkelin sei noch nicht so wie sie es wolle, aber das werde ihr noch gelingen. Das machte perplex, als Zaungast. Als eines Tages Max sehr lange hinter dem Vorhang stand und Herz zerreißend weinte, war ich bestürzt. Er konnte trotz langer Bemühung, nur Steinchen produzieren, sie schmerzten. Ich sprach von Ernährung, die es ändern könne, aber es war die Machtlosigkeit, die traurig machte. Max war im Normalbereich, bis er es schaffte.

So gesehen, verstehe ich sogar Touristen auf dem Machu Picchu.....

© ERFAlina 26.01.2020