Der Abschied

Jetzt war es also soweit, ich saß in der Maschine die mich nach Dubai bringen würde.

Bis zum boarding hatte ich mir keine Minute Zeit genommen zu überlegen wie ich mich fühle. Mein Bruder fragte auf der Fahrt nach Wien des öfteren ob ich mich schon freue. Dies konnte ich kaum beantworten. Alles schien noch zu weit weg, ja sogar unrealistisch.

Doch nun saß ich da schaute aus dem Fenster und wartete auf den Start des Flugzeuges.

Gerade eben hatte ich noch meiner Mutter und Schwester geschrieben, mich bedankt, dass sie mir so viel bei den Vorbereitungen geholfen haben.

Schmerzhaft unterdrückte ich meine Tränen. Was machte ich eigentlich hier? Meine Familie und alle Leute die mir wichtig waren würde ich nun ein Jahr nicht mehr sehen. In ein fremdes Land werde ich fahren, wo ich die Sprache nicht verstehen werde und keinen kenne. Ein Jahr würde ich die Leute die mir vertraut sind und die mich gut kennen nicht mehr um mich haben. Auch Wien würde ich somit “endgültig” verlassen.

Traurig dachte ich an die Verabschiedung mit meiner Mutter und Schwester, wie sie sich jetzt nur fühlen? Wünschte mir, sie noch einmal umarmen zu können.. In einem Jahr kann so viel passieren. Schnell wischte ich mir eine Träne weg.

So bald das Flugzeug auf der Startbahn war und beschleunigte haben sich alle Zweifel aufgelöst und die Trauer war verdrängt.

Das war mein Abschied.

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