Trigger der Traurigkeit und Autismus

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Meine Gedanken sind skurril, aber mein Herz und mein Hirn reagieren empfindlich auf äußere Reize. Das bedeutet: Wenn ich zum Beispiel die Nachrichten ansehe, werde ich traurig und weine. Denn es passiert so viel Mist auf dieser Welt, dass ich Angst bekomme und die Medien wortwörtlich nehme. Deswegen versuche ich, die Nachrichten so gut es geht zu meiden.

Aber auch bestimmte Dinge aus meiner Biografie machen mich traurig, sodass ich ruckzuck mit dem Heulen beginne. Deswegen traue ich mich nicht, Tagebücher zu schreiben. Aus diesem Grund zeichne ich meine Gefühle lieber als Bild auf. Es ist mir schon oft passiert, dass ich nach dem Lesen von alten Tagebucheinträgen einen Nervenzusammenbruch bekam. Bei Bildern bin ich nicht so empfindlich. Keine Ahnung, warum das so ist.

Jedoch muss ich anmerken, dass meine Zeichnungen eher schlecht sind. Aber ich nutze die Möglichkeiten der Bilder, um mich auszudrücken. Das sieht man auch bei den Titelbildern meiner Memoiren auf Story.one. Schließlich habe ich keine Lust, Stockfotos zu benutzen, weil sie meiner Meinung nach nicht individuell genug sind.

© Esra Kurt 21.07.2019