Mein erster Skiurlaub

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Mein erster Skiurlaub | story.one

Skifahren ist für mich eine der schönsten Wintersportart auf der Welt und Österreich ein wahres Skifahr-Paradies. Deshalb fuhren wir dieses Jahr zum ersten Mal in den Skiurlaub nach Obertauern. Heuer lag extrem viel Schnee. Schneebedeckte Gipfel, die in der Sonne strahlen, verschneite Wiesen und Wälder - eine traumhafte Winterlandschaft wartete bereits vor unserer gemieteten Hütte auf uns. Noch bevor ich meine Koffer auspackte, stapfte ich durch den glitzernden Schnee.

Am nächsten Morgen stand ich gleich früh auf weil ich es nicht mehr erwarten konnte, endlich Skifahren zu gehen. Nach einem guten Frühstück schlüpften wir in unsere Skiausrüstungen, schnallten die "Bretter" vor der Hütte an und los ging die erste Abfahrt, runter zum Lift. Dort war der Treffpunkt für den Skikurs. In meiner Gruppe beim Max waren 3 Mädels und 3 Jungs. Wir waren wirklich eine lustige Truppe und Max ein cooler Skilehrer. Wir mussten nicht nur Bogen fahren, sondern durften zwischen durch auch über kleine Schanzen springen. Besonders aufregend fand ich es wenn wir die schmalen und hügeligen Waldwege entlang fuhren. Am peinlichsten war es mir, als ich nicht mehr bremsen konnte und die ganze Gruppe wie Dominosteine umwarf. Aber niemand war böse auf mich. Nach dem Mittagessen war auch immer noch Zeit für eine Schneeballschlacht. Das Motto hieß - alle auf Max!

Am Abend merkt ich erst wie "Hundemüde" ich vom ganzen Tag war. Doch der Spaß war noch nicht vorbei. Jeden Abend grillten wir vor der Hütte Marshmellows, zündeten den Kamin an, spielten Karten- und Brettspiele und tranken dazu heißen Tee oder Kakao. Spätestens um 22 Uhr ging`s ins Bett. Ich brauch wohl nicht erwähnen, dass wir alle nach einem tollen Skitag, gutem Essen und viel Spaß, gut geschlafen haben.

Am Freitag, der letzte Skitag, wurde ein Rennen veranstaltet. Wir gingen gleich zum nächsten Sportgeschäft und ließen meine Ski neu waxeln - man muss halt alle Möglichkeiten ausnutzen! Ich hatte Startnummer 28. Also jede Menge Zeit den Lauf, die Schlüsselstellen der Strecke bei der Fahrt der anderen Teilnehmer mitzuverfolgen. Dann kam ich an die Reihe. Mit vollem Einsatz stieß ich mich aus dem Starthaus ab. So eng wie möglich carvte ich um die Tore. Meine Eltern, die am Rand der Piste standen, feuerten mich lautstark an. Bei einer Eisplatt kam ich fast zu Sturz - fand aber wieder sehr schnell die Ideallinie. Die letzen Meter tauchte ich noch kräftig mit den Stöcken an. Geschafft - ich war im Ziel. Der Fehler bei der Eisplatte kostete mich zwar den Sieg, aber trotzdem freute ich mich über den zweiten Platz in meinem ersten Skirennen. Was für ein toller Abschluss! Bevor es Abschied nehmen hieß, tauschte ich mit meinen Freunden noch die Telefonnummern aus und wir versprachen uns, nächstes Jahr wieder gemeinsam in einer Gruppe zu fahren - natürlich beim Max.

Dann hieß es Koffer packen und ab nach Hause. Der Blick zurück auf die Berge, zeigte mir, wie schön doch Österreich ist.

© Fiona Zwolsky