der affe am schleifstein

mir fällt heute nichts ein. ich sitz da wie wie der affe am schleifstein, gar nichts in butter, bin auf den hund gekommen, ein sandler. das geht echt auf keine kuhaut mehr. arschgeige!

wie kommt also ein affe auf einen schleifstein?

scherenschleifer waren fahrendes volk, das auf märkten seine dienste anbot, es galt aufmerksamkeit zu erregen und so führten sie oft affen mit sich, die dann mitunter auf dem schleifstein saßen.

alles in butter?

porzellan, das aus china nach venedig kam, wurde zum schutz beim transport über die alpen in fässer mit butter eingelegt, so war dann alles in butter.

das porzellan, unterschied sich von der europäischen töpferware durch seine rosa schimmernde oberfläche, was die venezianer an eine muschel erinnerte, die ihren namen daher hatte, dass sie mit ihrer rosa farbe einem ferkel ähnelte. das schweinchen heisst auf italienisch porcellino.

warum bin ich auf den hund gekommen?

weil ich mein vermögen aufgebraucht habe, das einst in kisten verwahrt wurde, auf deren boden sich meist die abbildung eines hundes befand, der dieses symbolisch bewachen sollte und wenn der zum vorschein kam, war man eben auf den hund gekommen.

es blieb einem die möglichkeit als sandler anzufangen, diese erledigten die niedrigste arbeit bei der ziegelerzeugung. die frisch gebrannten ziegel mussten, um das zusammenkleben zu vermeiden, mit sand eingerieben, also gesandelt werden.

weil man als sandler nicht genug verdiente, war man gezwungen schulden zu machen, die wurden im mittelalter, auf gegerbte häute, meist von ziegen, geschrieben. wenn man allzu viele schulden hatte, auf solche von kühen, irgendwann ging es dann eben nicht einmal mehr auf eine kuhaut.

bleibt noch die arschgeige, man glaubt es kaum, die gab es. als erwachsenenspielzeug noch nicht mit batterie betrieben wurden, fertigte man kugeln aus porzellan, die an einer darmsaite hingen, die, mit einem geigenbogen gestrichen, diese in vibration versetzten. so eine ferkelei! womit wir wieder beim porcellino, dem schweinchen wären.

wer glaubt, dass das eine ente ist, dem sei gesagt, dass die ente in diesem zusammenhang mit dem quakenden, watschelnden vogel genau so wenig zu tun hat, wie der amtschimmel mit einem weißen pferd.

der amtssimilis war eine umfangreiche sammlung von anordnungen wie mit ähnlichen, similaren ansuchen der untertanen von amts wegen zu verfahren war. er wurde zum amtsschimmel, raschelte also eher als zu wiehern.

zeitungsberichte, die auf gerüchten basierten, wurden mit "n.t." "non testatum" lateinisch für "nicht bestätigt" gekennzeichnet, daher die en te.

so, jetzt brat mir einer einen storch!

findet heraus wo der hase im pfeffer liegt,

lasst euch nicht ins bockshorn jagen,

schweigt nicht wie die lämmer

und werft die flinte nicht ins korn!

© Flaco