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#1sommer1buch#changesinlife#storyone

Nummer 12

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Nummer 12 | story.one

„Neue Nachrichten in Ihrem Posteingang!“, verkündete mein Outlook. Alles Newsletter, die ich am besten gleich lösche. Was haben wir da:

S.Oliver: Uninteressant, keine Lust auf Onlineshoppen. Nachricht gelöscht.

Libro: Warum habe ich mich davon noch nicht abgemeldet? Nachricht gelöscht.

Thalia: Bücher brauche ich gerade keine. Nachricht gelöscht. Moment mal, was stand im Betreff? „Ihr Traum vom eigenen Buch …“

Einmal zurück zum Ordner der gelöschten Mails und den Newsletter von Thalia geöffnet, in dem die Kooperation mit story.one vorgestellt wurde. Der Traum vom eigenen Buch? Natürlich habe ich den, schon seit ich 15 bin, aber aktuell habe ich eigentlich keine Zeit. Damit kehrte ich zurück in die Betriebsamkeit des Alltags.

Ein paar Tage später fiel mir die Nachricht wieder ein. Natürlich war das Mail schon aus dem Gelöscht-Ordner verschwunden, aber auf der Thalia-Website fand ich sämtliche Informationen prominent platziert. Einen Blick auf die Seite von story.one konnte ich ja wagen, was sollte schon passieren? „Wäre es nicht sinnvoller, die offene Kurzgeschichte zu vollenden, anstatt etwas Neues zu beginnen?“ gab der brave, strukturierte Engel auf der linken Schulter zu bedenken. „Ach komm schon! Du sch… bereits 2 Jahre mit diesem ollen Ding herum, auf 1–2 weitere Monate kommt es nicht an“, antwortete der chaotisch-kreative Kobold auf der rechten Schulter. Nachdem ich ein paar Geschichten gelesen hatte, dachte ich nach: „12 Geschichten á 2500 Zeichen bis 30.9., also in etwas mehr als 6 Wochen, das klingt doch realistisch.“ „Probieren wir’s?“, fragte der Kobold aufgeregt herumhüpfend. „Sagen wir so: Wir gehen ins Kaffeehaus, schreiben mal was auf und dann sehen wir weiter.“ „Yeah!“ „Und die Kurzgeschichte …?“ Die Stimme des Engels wurde immer leiser, er merkte, dass er keine Chance hatte. Allem Anfang wohnt ein Zauber inne und dem waren der Kobold und ich erlegen. In meinem Stammcafé entstanden die ersten Geschichten. Ich ließ sie über einen Tag liegen, schlich um sie herum und korrigierte sie immer wieder. Dem Kobold hingegen konnte es nicht schnell genug gehen. „Jetzt tu es endlich! Klicke auf ‚Veröffentlichen‘“, raunte er mir in einer Samstagnacht ins Ohr. Müde und seiner Drängerei leid tat ich es und ging schlafen. Am nächsten Tag waren sie freigeschaltet und hatten bereits Likes bekommen. „Wow, es gibt tatsächlich Menschen, die mich nicht kennen und denen gefällt, was ich schreibe!“ Ich war ehrlich überwältigt und gleichzeitig unglaublich motiviert, weiterzumachen. Diese 12 Geschichten sollten den Momenten gewidmet sein, die ich wohl nie vergessen werde. Was soll ich sagen: Wir haben den 20.9. und das hier ist Nummer 12! Ich bin unheimlich stolz, es durchgezogen zu haben und bin der Community mehr als dankbar: Jedes „Gefällt mir“ und jeder Kommentar haben mich beim Durchhalten unterstützt. Dankeschön!

(Erstaunlicherweise ist die Kurzgeschichte in der Zwischenzeit auch fertig geworden.)

© FlohL 2020-09-20

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