Wenn im Prater s'Licht ausgeht

Wenn die Strizzis heimwärts ziang,

weils jetzt de Froasn kriang,

dann ist die Zeit,

wo ned amoi da Uhu schreit.

Weil da Ruas aufsteht,

wenn im Prater s'Licht ausgeht.

Die Irmi war mal a fesche Frau.

Sie war halt ned bsonders schlau.

Tief is sie gfoin.

Heut is a oide Schnoin.

Steht dort am Strich,

wie a reidigs Viech.

Kein Hauch von Jugend weht,

wenn im Prater s'Licht ausgeht.

Der Hans hat scho verloren,

da war er nu ned geboren.

Zuerst hat erm da Vater droschn.

Drum griff er zur Floschn.

Bald zur Nadel. Voller Hoss

sitzt er heut auf da Stross

und fixt sie dumm und bled,

bis im Prater s'Licht ausgeht.

Vü hob i dort gseng.

Vü Leid, wenig Seng.

Die Donau nimmt ihrn Lauf,

sie nimmt ois in Kauf.

Weil kana mehr nach Hoffnung fleht,

wenn im Prater s'Licht ausgeht.

Dort bin i daham

in an bösen Tram.

Owa i waß, dass kan stört,

weil mi kana hört

und kana versteht,

wenn im Prater s'Licht ausgeht.

© Florian Hauenschild