Was man nicht alles tut..

Manchmal ist es gar nicht leicht den Nachwuchs für das eine oder andere Hobby zu interessieren.

Da wären dann oft Familie und Freunde eine tolle Unterstützung, doch manchmal geht das Leben andere Wege.

Im Kindergarten versuchten wir es mit Tennis. Der Trainer, ja wie soll ich sagen, war sehr auf Disziplin aus und der Spaß für meinen Geschmack nur im Hintergrund.

Dagegen Fußball im Garten, dass war echt lustig und einfallsreich, die Büsche hielten als Tore her. Manchmal musste man sich auch schützend vor den Zaun stellen, dass die neue Fassade des Nachbarn nicht gleich Spuren abbekam. Doch im Verein machte es keinen Spaß. Weder ihm noch mir. Er war zu langsam und daher wollten ihn die anderen nicht und beim Match durfte er sowieso nicht mitspielen.

Es kamen noch andere Dinge, wie Gitarre spielen, Musicalworkshop, Skaterschule, Zumba, Breakdance, Streetdance, Karate und Schwimmverein. Nichts davon blieb.

Minecraft, Fortnite und Co fingen ihn dann ein. Dort zählt nicht wer man ist sondern wie geschickt man mit Tastatur und Maus über den Bildschirm flitzt. Der epische Sieg stärkt das Selbstbewusstsein und "Freunde" sind schnell gefunden. Auch die Grenzen verschmelzen, ich höre ihn oft Englisch reden. Die Freude die er dabei versprüht, erwärmt mein Herz.

Mittlerweile haben wir auch ein Hobby im sogenannten "reallife" gefunden. Die Bezeichnung der Jugendlichen für das wahre Leben.

Perchten. Ein Experte bin ich noch nicht, doch wenn von Mote, Mitterer, Rettei und dergleichen gesprochen wird, weiß ich worum es geht. Der Verein ist toll und die ganze Familie ist dabei. Klar bei den Läufen zeigt man wieder nicht wer man ist, doch spielt das wirklich eine Rolle? Natürlich gibt es wie in jedem Verein hin und wieder Unstimmigkeiten, doch das ist LEBEN und gehört dazu.

Und gestern haben wir womöglich ein weiteres Hobby entdeckt. In der Aqua Nova wurde Schnuppertauchen angeboten. Zugegeben ich hatte für meinen Teil ein mulmiges Gefühl und konnte mir nicht vorstellen wie sich das Mundstück wohl anfühlen mag. Angenehm überrascht war ich dann jedoch. Jeder bekam einen Tauchlehrer und los ging's. Nach kurzen Instruktionen loslassen und in die Tiefe des Schwimmbeckens abtauchen. Meine Beine wurden immer nach oben gezogen und plötzlich hatte ich Wasser im Mund also rauf und nochmals. Ein wunderbares Erlebnis.

Und wie ein Wunder braucht er heuer keine neue Perchtenmaske, sondern finanzielle Unterstützung für den Tauchkurs und tja Mama hat ja auch Gefallen daran gefunden also steht dem nichts mehr im Wege.

© Giggi