ein ganz normaler Tag

Das Wetter ist heute so ollala, dicke Gewitterwolken "stehen" vor einem hellblauen Himmel. Ja sie stehen wirklich, sie bewegen sich nicht, kein Lüftchen dort oben.

Nach dem Frühstück beginnt der tägliche Rundgang durch den Garten, die Gemüsepflanzen lassen die Köpfe hängen, sie rufen laut nach Wasser. Ich eile natürlich sofort, die Tomaten sind immer am durstigsten, kein Wunder, sie wuchern. So viele Blätter, dass man die Tomaten gar nicht mehr sehen kann. Ich greife nach der Gartenschere und schneide die vielen unnützen Blätter weg. Jetzt sehen die Tomatenstauden wieder super aus.

Mein Mann macht sich über den Rasen her, ich kann den Rasenmäher hören. Ich blicke von der Terrasse in den Garten hinunter, mein Mann ist fast fertig. Jetzt sieht die Wiese wieder toll aus, aber wie lange? Gras wächst ja bekanntlich am schnellsten.

Jetzt ist es Zeit für den täglichen Vormittagskaffee, ich lege noch ein paar Kekse dazu und gehe in den Garten. Mein Mann kommt gerade um die Ecke und lächelt „das ist timing“ meint er und setzt sich an den Gartentisch.

„Hast du heute Nachmittag schon etwas vor?“ Ich schau ihn überrascht an „nein, wieso?“

„Wir könnten doch heute Nachmittag auf ein Eis nach Gmunden fahren und einen kleinen Spaziergang machen?“ Ich nicke.

Eis essen, ja - aber einen Spaziergang, das finde ich nicht so toll, ich bin faul.

So geht es nach dem Mittagessen also nach Gmunden. Wir suchen uns ein Cafe, setzen uns in den Gastgarten und bestellen, ich einen Erdbeerbecher und mein Mann einen Früchtebecher. Ich lasse meinen Blick schweifen, mir fällt ein kleiner Junge auf, der eine Tüte Eis in den Händen hält und damit zwischen den Tischen umherläuft. Als er auch noch zu hüpfen beginnt bekommt seine Eistüte eine Schräglage. Plötzlich fängt die Eiskugel zu rutschen an und platsch liegt sie am Boden. Der Junge blickt entsetzt zuerst auf seine leere Tüte, dann auf den Boden und dann auf uns, ich muss lachen. Er lacht auch, dreht sich um und läuft davon, das leckere Eis liegt zwischen den Tischreihen am Boden.

Von weitem sehe ich die Kellnerin mit unseren Eisbechern kommen, hebe die Hand und will sie warnen, sie lächelt nur und - liegt am Boden, unsere Eisbecher auch, zersplittertes Glas, Sahne und Waffel dazwischen. Ich will - ich darf nicht - doch ich muss lachen. Die Kellnerin rappelt sich auf und lacht auch „ich bringe gleich zwei Neue, ich habe den Eiskleckser am Boden nicht gesehen“.

Wir ließen uns die Eisbecher schmecken und lachten noch beim nach Hause fahren über dieses Missgeschick.

© Gina