Freiheit, die ich brauch

Der Wind pfeift mir um die Nase und ich kann die Freiheit riechen, sie ist frisch, luftig und duftet auch nach den frischgemähten Wiesen, die an mir vorüberfliegen. Nicht dass ich rase, nein, ich genieße die Landschaft und die kleinen Dörfer, an denen ich vorbeikomme, die gepflegten Gärten, mit den bunten Blumen, es ist herrlich, es ist Freiheit pur.

Dabei hatte es heute Morgen noch gar nicht so einladend ausgesehen, die Wolken hingen noch tief, einige Regentropfen ließen sich noch auf die Erde fallen und der Wind stellte auf meiner Haut die Härchen auf, ganz zu schweigen von meiner Frisur, die in Sekundenbruchteilen einem Schlachtfeld glich. Doch gegen Mittag, die ersten Sonnenstrahlen blitzen durch die Wolken, der Wind verabschiedete sich und der Himmel erstrahlte in einem hellen blau.

Der Motor brummt gleichmäßig, die Straße schlängelt sich durch ein Tal, auf beiden Seiten wiegen sich die Ähren in den Feldern, wie im Takt zu einer unsichtbaren Musik, hin und her und manchmal kann man in der Ferne ein paar Wanderer erkennen und leider sind da die Bauern mit ihren Traktoren, die auf der Straße langsam dahin zockeln, naja die Bauern müssen auch an einem Sonntag arbeiten.

Die Straße wird enger und kurviger, jetzt schlägt mein Herz höher, der Motor dröhnt, die Freiheit kann man jetzt auch spüren, sie ist grenzenlos und ich jage die Maschine die Bergstraße hinauf. Das brummen des Motors, ist die schönste Musik in meinen Ohren und die Freiheit, die ich im Leben brauch.

© Gina