AK plus

Zell am See, dorthin fahren wir mit dem Zug, wenn wir in den Bus umsteigen der uns nach Saalbach bringt. Es ist nicht mehr weit. Viele Schulschikurse, schlafen in Massenquartieren, habe ich dort absolviert. Viel haben wir nicht dazugelernt, unsere Lehrer sind auch keine Skikanonen, die der dritten und vierten Gruppe zugeteilt werden. Die Guten, werden mit den flotten Schülern unterwegs sein. Es ist genug hängen geblieben, dass ich fast alle Hänge abgefahren bin, und viel Spaß habe. Wir waren an der frischen Luft und hatten viel Spass.

Hat es mir gut gefallen, dann habe ich gerne ein Liedchen gepfiffen. So bin ich oft pfeifend über die Pisten gefahren. Wir haben ab den 70 er Jahren jedes Jahr eine Woche Winterurlaub gemacht, immer in einem anderen Ort. Wir sind die Skination!

Das Jahr in Zell am See war ganz besonders. Meine Tochter 5 Jahre und schon flott auf den Skiern. Mein Sohn zwei Jahre, den habe ich in einem Tragl am Rücken mitgehabt. Kleine kurze Schwünge einmal rechts dann links, und schon hat er mich angefeuert, juhu mehr. Meine Frau, so waren wir vier unterwegs auf den leichten Hängen. Mit kleinen Kindern ist die Ausdauer nicht so gut, aufwärmen ist angesagt. In den wunderbaren Hütten gibt es herrliche Kuchen und die Germknödel mit Mohn. Kinder sind ungeduldig, alles soll schnell gehen. Aber die Selbstbedienungsmenschenschlange ist lang, so schnell geht das nicht. Da haben wir einen Weg gefunden, ein sehr netter Mensch hinter dem Tresen hat Mitleid und hilft uns.

Das lief so, wir kommen rein, mein strahlendstes Lächeln, 2 Finger hochhaltend und AK plus gerufen. Einen Platz suchen, und Frau und Kinder zurücklassend gehe ich zur Warteschlange und der gute Geist reicht mir zwei große Stück Apfelkuchen mit Schlagobers durch die Schlange durch, ich gehe an die Kasse und reiche das vorbereitete Geld incl. Trinkgeld wortlos der Kassiererin. Das ist so gut eingespielt, dass die Wartenden gar nicht mitbekommen was da vor ihren Augen abläuft.

Der Kuchen wird verspeist, der Platz für die Nächsten frei gemacht.

Kaprun, da habe ich einmal eine Exkursion Anfang der sechziger Jahre als Lehrling mitgemacht. Mein Nachbar hat dort beim Staumauerbau als Betonierer gearbeitet. Sehr gut verdient und davon sein Haus gebaut. Ja, und dann noch, unvergessen, die große Brandkatastrophe der Kaprun Bahn am 11. November 2000. Damals noch in Wels wohnend, gibt es kaum Familien die nicht in irgendeiner Weise direkt oder indirekt betroffen sind. Lange Zeit gibt es kein anderes Gesprächsthema.

155 Menschen verloren ihr Leben, fast ein Drittel aus OÖ, davon 32 Bedienstete des Welser Magistrates die einen unbeschwerten Skitag erwarteten. Auch dieses Kapitel ist mit der Region fest verbunden.

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