Bombenbau in Wien

1926 entschied sich ein Fabrikant zum Bombenbau.

Die Fabrik im 3. Bezirk in Wien. In 89 Jahren wurden dort unzählige Bomben gebaut. Diese wurden in Wien und auch in den Bundesländern „abgeworfen“ und haben kaum Menschenleben gekostet. Gekostet haben die Menschen schon.

Die Bomben werden nach Gewicht, klassifiziert. Von den Bomben, von denen hier die Rede ist, haben keine Durchschlagskraft sind ungefährlich wenn von einzelnen „Treffern“ gesprochen wird. Aber wenn flächendeckend bombardiert wird, kann das schon ganz schön gefährlich werden. Das Gewicht schwankt zwischen 0,000018125 und 0,00001875 Tonnen.

Die Fabrik ist 2015 nach Niederösterreich übersiedelt und produziert dort weiter, vor den Augen der Antiwaffenlobby, geduldet und bewundert für ihren Bekanntheitsgrad und Verbreitung.

Der sollte aber von irgendwelchen subversiven Kräften schlecht gemacht werden und es wurden Gerüchte gestreut. Eines davon ist mir selbst in den 1950er Jahren, des vorigen Jahrhunderts und Jahrtausends, zugetragen worden. Nach Hörensagens habe ich vernommen, das Innenleben sei aus gestockten Ochsenblut hergestellt. Als Antiveganer habe ich beschlossen, darauf nicht zu hören und mich weiter "bombardieren" zu lassen. Bis heute.

Er ist eine Erfolgsstory. Weder die Maschinen noch das Rezept wurden in den nun fast 100 Jahren verändert.

Nun zum Namen, warum um Gottes Willen habe die neutralen Schweden etwas mit dem Bombenbau in Wien zu tun? Das werden nur wenige Menschen wissen, aber in Wikipedia, das hat doch auch mit den Wikingern zu tun, also auch den Schweden, steht, dass der Chef Walter Niemetz, einen schwedischen Freund hatte, der ihm damals bei der Entwicklung beistand. Ob das ein Wikinger oder Nachfahre war? Wer weiß das schon.

So wurde der Name Schwedenbombe kreiert. Ob sein Freund nur Vorkoster war, oder auch in der Rezeptur Anteil hatte ist leider nicht überliefert.

Selbst das schwedische Konkurrenzprodukt und die deutschen Dickmann's haben keine Chance unserer Schwedenbombe den Rang abzulaufen. Müsste es nicht eine "Dicksfrau" geben. Nein keine Chance - wie kann der potentielle Kunde nur so auffällig darauf mit der Nase gestoßen werden.

Die Globalisierung hat dazu geführt, dass die Firma in die Schweiz abgewandert ist wo die besten Schokoladen herkommen, aber der Geschmack ist hier geblieben. Es wird täglich, nur auf Bestellung, erzeugt und ausgeliefert, denn die Haltbarkeit liegt bei 25 Tagen.

Macht euren Liebsten doch heuer ein Tannenbäumchen oder eine Pyramide als Geschenk.

© GONI