Café Brandy ...

Nach München, 3 Monate Salzburg, und dann nach Schärding. Wohnen und Arbeit im gleichen Ort, noch meine Devise.

Ich beschließe meine Freizeit zu nutzen mehr Routine im Umgang mit Mädchen zu sammeln, bis ich die einzig, richtige finden würde. Die berufliche Situation ist gut, also kann ich mich in die diversen Gschnasfeste stürzen, die in der ländlichen Gegend zahlreich gefeiert werden. Auf dem Weg von Gmunden nach Schärding kann ich die Hinweise auf Festlichkeiten ja leicht finden und auswählen. Ich kaufte mir eine grausliche Krampusmaske mit einem schwarz grünen Umhang aus Futterseide. Ich besuche einige Veranstaltungen die alle nach dem gleichen Muster ablaufen. Ich komme maskiert, suche mir einen freien Platz, tanze mit den Frauen die mir gefallen, soweit erkenntlich, und verschwinde vor der Demaskierung. Ich ernte sehr selten Abfuhren, denn da könnte ja ein guter Bekannter unter der Maske stecken. Dabei erfahre ich auch viel privates uns so erreiche ich einen zwanglosen Umgang, lege meine Scheu ab. Frauen kochen auch nur mit Wasser, aber gut.

Ich verabrede mich mit einer lustigen Mehrnbacherin, verkleidet als Serviermädchen mit knappem Kostüm auf einen Besuch in Obernberg beim Café Brandy. Das kenne ich nicht, beschliesse aber Samstags dorthin zu fahren. Sie war sehr umgänglich, munter und hat fast das gleiche an. Wir tanzen ausgiebig, sie gefällt mir, obwohl mir Ihre Jugendlichkeit auffällt. Sie wird von der älteren Schwester aufgefordert zu gehen. Es war erst 21 Uhr 30, Jugendschutz sagte sie beim verabschieden. Ich schaue sie fragend an, ihre Antwort: ich werde bald 15 Jahre!

Nach den angenehmen Erfahrungen werde ich Stammgast, im CAFE BRANDY, Obernberg.

Das Flair ähnlich wie früher bei der Tenne in Wien. Kurgäste kommen aus Griesbach, der Kellner kennt meine Wünsche, ich fühlte mich wohl. Montags Ruhetag! Trotzdem fahre ich am Ostermontag 1974 nach Obernberg. Zwei Freundinnen feiern Geburtstag. Es wird ein netter Abend, ich habe mit beiden abwechselnd getanzt und wir können uns gleich gut leiden. Mein enger Tanzstil wird gerne angenommen, Ich verabschiede mich mit den gleichen Worten wie Günter Schiffter im Radio: Sehen wir uns wieder, same time, same station, die Freundinnen aus Bayern kennen die Sendung aus dem Radio, Western Saloon, nicht und die Blonde findet den Spruch blöd; aber nächste Woche sind sie wieder da. Ich stehe vor der Entscheidung: dunkel vollschlank, oder goldblond schlank, aber die Gespräche mit Blond laufen leichter, mehr Gemeinsamkeiten verbinden uns, sie wirkt jünger als sie tatsächlich ist. Einmal besuche ich Blondi in Fürstenzell, vor der Bank erwartete ich Sie nach Dienstschluss. Das ist der Anfang einer Beziehung, die sich entwickelt. Sie besucht mich in Schärding, zum Wochenende gehts in den bayrischen Wald zum Schifahren, zum Tanzen nach Obernberg, Besuche in Gmunden und Sonntag nachmittags zum Kuchenessen bei Muttern. Wir haben fast 40 Jahre gemeinsame Zeit vor uns!

© GONI