I am from Itävalta!

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I am from Itävalta! | story.one

Ich fahre per Anhalter nach Skandinavien.

Ich möchte das Land und die Leute kennenlernen.

Was habe ich erlebt, was kann ich berichten?

Die Schweden sind ruhiger ohne verschlossen zu sein, Gastfreundschaft 1965 in Finnland und Norwegen bedeutend. Die Zeit in Finnland ist mir sehr gut in Erinnerung. Helsinki schon damals eine moderne Stadt. Das Land atemberaubend schön und sehr spärlich besiedelt. In den Städten vergnügt sich die Jugend beim tanzen. Etwas außerhalb gibt es große hölzerne Pavillion's da wird Musik gespielt. Der Eintritt ist fast kostenlos, außer es gibt live Musik da wird schon Eintritt verlangt. Es gibt kaum Ablehnung bei der Tanzaufforderung, wer hinkommt will tanzen. Männer gibt es nicht zu viele. Damals haben auch schon Mädchen miteinander getanzt, das war neu für mich. In der Regel wurde dort nichts konsumiert, außer tanzen. In manchen Städten gab es zwei solche Tanzmöglichkeiten, sozial unterschiedlich besucht.

Ich habe in Finnland gelernt dass unser Austria nicht existiert. Wien, Vienna schon, Salzburg auch, vom Neujahrskonzert und den Festspielen, die wurden schon lange Jahre live übertragen.

Wie geht man richtig in die Sauna? Das habe ich dort gelernt. Die Saunakultur ist ein fixer Bestandteil in der Freizeitgestaltung. Bei fast jedem Haus ist eine Sauna vorhanden, in Ausnahmefällen gibt es einen Saunabetrieb wo man vorbestellen kann. Ich bin mehrmals abends eingeladen worden, saunen dann essen und trinken, unterhalten, schlafen. Die Sauna muss über 100 Grad warm sein, dann ist es nicht so anstrengend. Da bleibst du auch nicht soo lange drin. Abkühlen im Idealfall liegt ein kleiner See vor der Tür, ein Tauchbecken oder ein kalter Wasserstrahl. Es bleibt jedem freigestellt ob mit Badehose oder Ohne. Frauen gehen gesondert, damals. Aufguß erst beim letzten Saunagang.

Es war ein herrlicher Abend die Sauna geheizt und ein See zum schwimmen. Alles läuft gut. Ich mache einen Kopfsprung ins frische Wasser des Sees. Der heiße Körper, das Wasser strömt vorbei, ein wohliges Gefühl stellt sich ein. Ich möchte das so lange wie möglich genießen ...... Unverändert bleibe ich in dem herrlichen Gefühl. Genieße es, dann plötzlich spüre ich etwas an den Händen, nein jetzt kommt mir doch nicht ein anderer Badegast in die Bahn, denke ich noch, aber schon schrammt mein Gesicht und die Brust seitlich über den schottrigen Seegrund. Schlagartig wird mit bewusst, zu lange genießen ist auch nicht gesund. Auf Grund gelaufen. Geht auch ohne Schiff. Im Wasser wasche ich mir schnell die Steinchen aus der Haut, ein paar kräftige Abschürfungen hatte ich mir zugezogen. Es ist alles wieder verheilt. Zu Hause angekommen, zeugten nur mehr die rosa Stellen der neuen Haut als Kontrast zur braun gebrannten Haut von meinem Mißgeschick.

Das schlagen mir den Birkenzweigen, zur Ankurbelung der Durchblutung der Haut, konnte ich glaubhaft ablehnen. Ich bin doch kein Fakir.

© GONI