Norwegen, gleich bin ich da!

Finnland ist Saunaland. 4 mal erhalte ich Einladungen. Herrlich.

Auf einer Bank in Finnland bekomme ich zu viel Geld, aber das merke ich erst 100 km später. Die finnischen Straßen oft unbefestigt und ein bischen driften gehörte zum Alltag. Lappland, ich sehe Rentiere und weite Landschaften. Alle Autos die vorbeikommen sind voll bepackt, aber das macht nichts, ein bischen ruckeln, schieben und es wird Platz gemacht, Rucksack auf den Schoß. So werde ich von den Gelsen befreit, die einen sofort überfallen wenn man aussteigt. Ein Stück bin ich auch mit einem steirischen Mercedes 180 mitgefahren. 4 junge Menschen haben sich mit dem Wagen des Vaters zum Nordkap aufgemacht. Ein Stück Heimat getroffen. Dann werden die Autos seltener, der Polarkreis längst überschritten. Da bleibt ein russischer Volga stehen. Ein Ehepaar mit Tochter. Es ergibt sich eine tolle Unterhaltung in Englisch, Diskussionen, und eine Einladung zum Bleiben. Sie ist in meinem Alter und wollte gar nicht mitfahren. Die Reise nach Rovaniemi, mich als Reisegefährte wäre ihr recht gekommen. Weiße Bluse, rot karierter Schottenrock, meine „Kragenweite“! Das Schicksal will es anders, ich habe nur noch ein paar Tage Zeit und bin noch hoch im Norden. Leider muss ich weiter. Es wird fast Dunkel, ich stehe an der Straße Richtung Norwegen, eine Stunde nichts. Schon denke ich, gehst zurück in die Jugendherberge. Da bleibt ein Wagen stehen und ich bin die nächsten 200 km weiter. Aber ich habe verabsäumt mir etwas zum Essen zu besorgen.

In Norwegen biege ich gleich nach Süden ab, Richtung Heimat. Die 200 km bis zum Nordkap gehen sich nicht mehr aus. Die Heimat ruft. Ein Besuch bei deutschen Freunden ist auch noch geplant. 2 Tage und eine Nacht mache ich durch, sehe viel von dem wunderschönen Norwegen. Fähren bringen mich über die Fjorde. Auto und Insassen werden extra verrechnet, ich muß mir die Karte kaufen, dann darf ich wieder einsteigen. Norwegen ist anders. Ein Fahrer bringt mich bis zur Fähre, dann dreht er um. Endlich ein Verkaufsstand. Mein selbst verschuldeter Hunger groß. Ich kaufe 3 Germbrötchen und eine Milch. Genüsslich verdrücke ich die Brötchen und trinke Milch dazu. Das tut gut, aber nicht lange. Ein stechender Schmerz in den Därmen zeigt mir, da ist etwas nicht richtig. Nach gefühlten 2 Stunden endlich das wohlige Gefühl der Sättigung. Ah, angenehm. Bergen, Göteborg, sehe ich mir an, Steinzeitbilder , Stadion. Ein Ami-Schlafsack mit Daunenfüllung im Rucksack, so kann ich oft im Freien schlafen, alle 2 Tage ein frisches Hemd, damit mich die Leute gerne mitnehmen. Dann mit Freunden noch ein Abstecher nach Berlin. Totenstille bei der Fahrt durch die „Zone“! Mit der U- Bahn fahre ich durch Ostberlin aber die Stationen leer. Seltsam. Ich trinke „ Berliner Weiße“ ein Bier mit einem Schuß süßem, rotem Saft. Sonntag 8.8. Spätnachmittag komme ich zu Hause an. Sauber! Jede Woche eine Postkarte, 2 Karten sind angekommen, Montags arbeiten - da kommt auch die dritte Karte, ..

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