Teneriffa, Teide 3718 m

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Teneriffa, Teide 3718 m | story.one

Alpin erfahren, trifft man Vorbereitungen um eine Bergtour auf einen Berg, den die Spanier liebevoll el Teide nennen, zu machen. Je höher desto kälter. Du bist auf Meeresniveau also warme Sachen einpacken. Du bist aber auf Sommer – Badeurlaub.

Tagesausflug mit dem Bus. Wir packen zusammen. Feste Schuhe, soweit mit. Schließlich gibt es Bilder vom Teide wo eine Schneehaube zu sehen ist.

Pico del Teide ist ein Vulkan. Der ist noch aktiv. Die Kanarischen Inseln verdanken ihre Existenz dem Vulkanismus.

Er ist unser erster Vulkan. 4 Personen, Ehepaar und Kinder mit 6 und 9 Jahren. Was ist zumutbar, was wartet dort auf uns.

Einführung, am Morgen, alle Inselbewohner schauen auf den Berg ob er ruhig ist. Ganz besonders die Touristikunternehmer, kann heute auf den Berg gefahren werden? Hat das noch keiner vergessen? Was ist wenn Wolken den Berg verhüllen? Dann rufen wir die Warnzentrale am Berg an.

Einheimische wissen ob Gefahr besteht. Wann war der letzte Ausbruch?

1909 10 km vom Gipfel entfernt, und 1798 in der Caldera. Dann schauen wir was da oben vor 191 Jahren passiert ist. In der Früh ist der Berg rauchfrei, wir können es wagen.

Der Bus bringt uns zum Berg. Wir erfahren viel über das Klima, den Wasserhaushalt der Insel und die Geologie. Dann ist ein kleiner Parkplatz, eine Straßenverdickung eigentlich und der Bus spuckt seine Fracht aus. Eine Fracht die sich selbst löscht. Einfach für Busunternehmer. Der Bus verspricht um eine gewisse Zeit wieder zu kommen, Die Straße über den Nationalpark Teide verzweigt sich in beide Richtungen, so dass von jeder Himmelsrichtung aus die Urlauber nach oben können.

Plötzlich stehen wir mitten in der Vulkanlandschaft. Staubig und heiß ist es hier. Feste Schuhe sehr gut. Aber Windjacke , Pullover unnötig, es ist heißer als im Tal. Wir lassen unsere Ausrüstung in den Taschen, die zu tragen sind. Ein kleiner Weg geht von hier weg. In Serpentinen steigt der Weg an. Unser Ziel ist zu sehen. Die Aussicht ist traumhaft, ausgenommen die Nebelschwaden bei tausend Meter, die sein dürfen, sie sorgen ja für Trinkwasser. Es gibt Stufen, die Stufenhöhe nicht kindgerecht. Dann endlich sind wir auf einem kleinen Plateau mit Aussichtsplattform. Alle Hinweisschilder auf spanisch, wir verstehen nichts. Der letzte Kegel, noch 70m auf den Gipfel, setzt Bergschuhe voraus, die Kinder sind müde. Die Zeit wird knapp. Wir verzichten auf den Gipfelsieg, die Luft ist dünn, 3648 m über dem Meer, das übrigens gut zu sehen ist. Ein wunderbarer Blick den wir alle anders genießen. Als Fotograf suche ich natürlich einen Vordergrund für mein Bild. Es gibt wenig Auswahl.

Die Seilbahn ist in Planung hören wir, aber wann sie kommt steht in den Sternen, denen wir näher sind als sonst. Der gleiche lange Weg zurück, eintönige Schlackenfelder in verschiedenen Farben. Ginsterbüsche wie Kugeln, 2 Meter hohe, sehr alte, weiße Blumen. Eine sehr karge Vegetation. 100 Jahre Verwitterung sind notwendig damit auf Lava etwas wachsen kann.

© GONI