Mein Ponyhof wird ...

Nun sollte ich im Garten einen Zaun und einen Pferdestall bauen. Preisgünstig, denn unser Finanzminister war über den Familienzugang gar nicht erfreut. Ich hatte das vorausgesehen, daher die Heimlichkeiten. Jetzt hatte ich eine Aufgabe, der Garten wurde gebraucht und anderweitige Überlegungen kein Thema. Preisgünstig, da ergab sich eine Gelegenheit, ein gutbetuchter Bürger, bestellte einen neuen Zaun und der alte Zaun wurde gerade demontiert. Bei meinem täglichen Fahrten mit dem Fahrrad führte mein Weg dort vorbei. So einen guten Zaun wegschmeißen, ewig schade. Ich fragte an, was passiert und erfuhr die Auftraggeberfirma. Für die Entsorgung war auch schon bezahlt worden. Also ich fuhr zum Chef, und wollte den alten Zaun haben, der schon am Straßenrand abgelegt war. Ich bekam alles für eine Kiste Bier. 2 Anhängerfuhren brauchte es, dann war der Zaun im Garten. Alte Eisenrohre waren vorhanden, aber schnell rutschte mir die laufende Flex quer über den Fuß, trotz Sicherheitsschuh. In der Zwangspause hatte ich dann einen Gedanken, die Zaunpfähle sollen aus Lärchenholz gemacht werden. Mit Hife eines erfahrenen Freundes und meiner Tochter gedieh der Zaun prächtig. Ein Eingangstor habe ich dann aus eigenen Holzbeständen gefertigt und ein Schloss von einer alten LKW-Bordwand hilft die Ponys sicher zu beherbergen.

Für den Stall suchte ich bei den Baumärkten nach preiswerten Hütten, als mir ein Verkäufer den Tipp gab, beim Importeur der Holzgartenhäuser nachzufragen. Ich fand den Betrieb und erzählte mein Problem im Büro. Man reichte mir etwas unsicher das Prospekt, ich solle mir was aussuchen. Gerade da ging die Cheftüre auf und ein Herr mittleren Alters fragte was ich denn wollte. Ich blätterte weiter um und zeigte auf eine Gartenhütte. Die könnte passen. Er schaute mich groß an, warum gerade die? Ich hatte keine Ahnung was er meinte. So etwas könnte passen, für meine Pferde! Für so einen Zweck hatte er wohl noch keine Hütte verkauft. Da rückte er plötzlich mir einer Meldung heraus. Da vor der Werkstatt lagert genau diese Hütte, beim Aufbau als Musterhaus sei, in die fast fertige Hütte, eine Windbö gefahren und hatte das Dach abgehoben,Teile seien zerbrochen, aber 95% vollständig erhalten. Wenn ich die wollte, könnte ich sie haben. Auf die Frage nach dem Preis hörte ich nur noch , geben's etwas für die Kaffeekasse der Belegschaft und aufladen müssen sie selber! kaum war ich mit der Anhänger vorgefahren, kam ein Stapler mit dem Holzpaket. Schwer bepackt, ungleiche Gewichtsverteilung, aber glücklich fuhr ich Heim.

Ein paar Tage später stand mein Stall. Das eine oder andere Brett kaufte ich noch nach, einiges konnte ich auch aus meinem Lagerbestand brauchen, und eine neue Dachhaut war notwendig. Die Eingangstüren wurden geteilt, verstärkt, sowie die Innenflächen der Hütte isoliert und mit Schaltafeln ausgekleidet. Zwei Trinkwasserbehälter montiert und schon vor Winterbeginn konnte der stabile Stall bezogen werden.

© GONI