wunderbar

Das nasse Gras kitzelt die Zehen, obwohl in Flip Flops steckend, erreicht sie der Morgentau -

wunderbar denkt sie...

hinausschlendernd, durch die endlos lange grüne Allee, das Klappern der Gläser von der Terrasse des Restaurants wird immer leiser - die Stille, die sie umgibt wird immer lauter -

wunderbar fühlt sie...

ihren Körper bei jedem Schritt spürend. Sie bückt sich, nachdem sie die Brücke überquert hat, nimmt ihre Flip Flops in die rechte Hand - die ersten Schritte im Sand - ganz kühl, weil da in dem kleinen Wäldchen eigentlich nie die Sonne durchkommt. Noch ein paar Schritte, jetzt ist der Sand warm, das Meer liegt im frühen Sonnenlicht still und glatt vor ihr -

wunderbar pocht ihr Herz...

während sie aus dem Bademantel schlüpft, ihre Finger tippen den Code, der die Tür zum Strand öffnet - ihre Füße finden den Weg durch den jetzt nassen Sand - die ersten kleinen Wellen umspielen ihre Beine - Achtung, ein kleiner Krebs -

wunderbar, dieses Meer lebt noch...

bemerkt sie, während die großen Wellen sie schon nach draußen mitnehmen und die Kühle des Meeres sie umhüllt wie eine große weiche Decke -

wunderbar, sie spürt jede Faser ihres Körpers...

als sie sich nach dem morgendlichen Bad im Meer in ihren Bademantel hüllt und die Kapuze über ihr nasses Haar zieht.

© gp