Ich bin Geronimo,sie=Engel,er=Hundefreund

...ein roter Kater schon fast 18 Jahre alt, ein bisserl demenz, kann nicht mehr auf`s Bett und runter springen, manchmal finde ich das Kisterl nicht mehr und wenn doch, mir nicht sicher bin, was ich da soll. Am liebsten schlafe ich den ganzen Tag, einmal im Bett, dann wieder im Körberl oder im Badezimmer neben dem Heizkörper.

Bin sehr glücklich.

Am schönsten ist es, wenn sie mich in ihren Armen hält, mir leise ins Ohr flüstert: es ist alles gut, es ist alles gut….oder

ich bei ihr im Bett liege, sie mich zärtlich krault und mir zuflüstert, ich liebe dich, ich liebe dich.

Nur eines verstehe ich nicht, wieso habe ich dann meistens Wasser auf meiner Stirne und Nase, woher kommt denn das?

Weniger schön finde ich, daß sie mich alle zwei Stunden aufweckt, mir Essen hinhält, obwohl ich gar keinen Hunger habe. Aber sie freut sich so, wenn ich dann doch etwas nehme.

Abends geht sie mit mir ins Dachgeschoss, da darf ich mit ihr beim Fernsehen kuscheln, denn er ist mit dem Hund im Wohnzimmer. Manchmal bleiben wir alle im WZ und ich lasse mich vom Hund abschlecken. Der ist ein ganz netter!

Sind wir allein zu Hause und ich mache es mir gemütlich auf ihrem Schoß, fragt sie mich immer, ob ich noch weiß, wie alles begann. Ich ziehe ihre linke Hand ein wenig zu mir, schließe meine Augen und sie beginnt zu erzählen:

In Irgendwo 2001 geboren, im Tierschutzhaus 2003 abgegeben und an 5.Juli 2003 endlich abgeholt!

Kam in eine Familie mit drei anderen Katzen. Hat mir aber nicht gefallen und so machte ich mich auf den Weg, um neue Menschen zu finden. Aber immer wieder brachten diese, mich zu meiner Familie zurück. Gut dachte ich mir, gehe ich in die Nachbars-Siedlung.

Die 4 Häuser, die ich mir aussuchte, waren in einer Sackgasse. In einem Haus hatten sie eine Katze, Muschi genannt, das andere Haus keine Tiere, im dritten fütterten sie streunende Katzen und im 4. gab es 3 Schäferhunde und eine Katze, die aber immer im Haus war.

Ich saß wochenlang Tag und Nacht auf den Gartenpfeilern herum und beobachtete. Manchmal sprach mich jemand an oder versuchte mich zu streicheln, was ich aber gar nicht gerne mochte.

Mit der Zeit, wurde Haus Nr. 4, zu meiner Wunschfamilie. Die Hunde waren nett, es ging ihnen gut, sie gingen spazieren und durften abends in Haus.

Also versuchte ich einmal mein Glück, setzte mich vor die Terrassentür und sie machte auf, fragte ob ich hereinkommen möchte und schwubs, war ich drinnen. Das muss so im Sommer 2004 gewesen sein. Mit den Hunden verstand ich mich sehr gut, ich musste nur dem ältesten ein wenig auf die Nase schlagen, dann war alles in Ordnung. Ich glaube da werde ich bleiben, dachte ich mir.

Im Dezember durfte ich schon im Bett schlafen, war das herrlich und im Februar 2005 holte mein Engel den Impfpass von der vorherigen Familie. Für mich dann klar, ich bleibe…..ich ging mit den Hunden Gassi, wenn es zu weit war,trug er mich nach Hause, durfte mit dem Wohnwagen in den Urlaub mit, es war eine neue Welt für mich.

Ich habe es mit meiner Wunschfamilie so gut getroffen, DANKE....

© Häsin