Gefährliche Heißwasserspeicher

Der nächste Geschichte ist etwas technisch bzw. persönliche Meinung.

Ich hatte 2 HW-Speicher (250 m³ + 180 m³) über 20 Jahre im Einsatz.

Die Vorteile: die Kesselanlagen „fahren“ immer im optimalsten Bereich, da man mit den Speichern den jeweiligen Verbrauch ideal regulieren kann.

Wenn die Speicher vollgeladen sind kann man sich auch im tiefsten Winter eine Nachtschicht ersparen (Mitarbeiter) und trotzdem voll Heizen mittels HW-Speicher.

Die Nachteile sind bei eventuellen Undichtheiten und auch die notwendigen Revisionen da es ja im Prinzip eine Kesselanlage ist.

Und dabei denke ich jetzt an die Riesen Hochdruck-Wärmespeicher in Wien. Die Vorteile sind nicht zu leugnen. Man kann überschüssige Energie Speicher und eventuellen Dampfkesselbetrieb in einem optimalen Bereich betreiben.

Es gibt auch Nachteile:

Warum sind diese 2 Speicher einer der Weltgrößten: Weil anderen wahrscheinlich das Risiko zu groß ist. Als Vergleich zum Haushalt kann man einen Schnellkochtopf verwenden allerding ohne abnehmbaren Deckel. Schnellkochtopf Wasserinhalt ca. 0.5-1 Liter. Speicherinhalt Wien Energie (1 Speicher) 5.500.000 Liter. Ein normaler Kessel hat einen Bruchteil Wasserinhalt.

Was bei einer Explosion von einem Schnellkopftopf passiert wissen viele, viele wissen allerdings nicht was passiert bei einem vollgeladenen Speicher in Wien. Vermutlich haben noch wenige richtig nachgedacht.

Hochdruck-Rohrleitungen kann man bei Undichtheiten abdrehen-dagegen bei einer plötzlichen Nachverdampfung in diesem Ausmaß kann man nur mehr das Weite suchen wenn es noch geht. Falsche Bedienung, Katastrophen, Erdbeben. Die Gefahren bei Interesse bitte selbst herausfinden.

Interessant wäre noch was passiert bei den notwendigen regelmäßigen Entleerungen (ev. Störungen und Revisionen). Abkühlen auf Kanaltemperatur und wohin mit den 5.500m³, 150 Grad C aufbereitetes-Wasser vermutl. wird das das Wasser teilw. in die Donau abfließen.

Leider bekommt man auf Anfrage eine „beruhigende“ Antwort auf die Fragen.

Dass man mittels HW-Speicher energiespart wird nicht angezweifelt.

Bei HW-Speichern, da werden die Gefahren ausgeklammert.

Bei den HW-Speicherbehältern werden nur alle 12 Jahre eine Inneninspektion durchgeführt, die eine Entleerung erfordert. Innerhalb der 12 Jahre wird ein spezielles Prüfprogramm umgesetzt, dass es keine Inneninspektion, erforderlich macht.

Normal wird bei jedem Hochdruckkessel (dem entsprechen auch die HW-Speicher) alle 6 Jahre eine Inspektion durchgeführt. Die Wien Energie hat natürlich wieder eine Ausnahme, (spez. Für die 2 HW.-Speicher) erreicht trotz der Gefährlichkeit der Anlagen. Angeblich begleitet das Projekt die TU-Wien (Auch die Herren Doktoren sind nicht Fehlerfrei). Der Grund dafür ist mir klar: Eine Revision ist sehr teuer, Zeitaufwendig und nicht ungefährlich. Übrigens hat jetzt auch Graz HW-Speicher.

© Haustechniker