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#1sommer1buch#leidenschaft#eigenartig

Sie erschien in grün

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Sie erschien in grün | story.one

Ich sah sie schon von weitem.

Sie sah in ihrem grünen Kleid einfach bezaubernd aus. Ein Grün, das auf den ersten Blick wie frisches Frühlingsgrün aussah, bei näherem Hinschauen an einigen Stellen zudem von einem kräftigerem Grün farbtupfermäßig aufgetragen untermalt wurde.

Ihr Kleid war bodenlang. Es umschmolz sie ganz. Fest schmiegte sich der Stoff an ihren Körper, lag wie eine zweite Haut auf ihm und betonte ihre sanften Rundungen. Wie betörend! Man konnte erahnen, aber auch von weitem schon sehen, wie ungewöhnlich attraktiv sie aussah. Dazu hatte sie ein kleines Hütchen verwegen aufgesetzt. Natürlich auch in grün.

Ihr stand diese grüne Farbe. Niemand konnte an dieser attraktiven Erscheinung vorbeigehen. Jeder musste einen Blick auf diese Figur werfen, die von der Schöpfung so prachtvoll ausgestattet war. Selbst Frauen blickten neugierig, schon mal eifersüchtig, gar neidisch auf sie.

Sie wirkte nicht nur begehrenswert - sie war es! Und ich sprach sie an, wollte sie, begehrte sie - wollte sie "haben". Nicht im Sinne von besitzen. Und doch nahm ich sie fast besitzergreifend an meine Hand. Niemand sollte, niemand durfte sie mir wegnehmen. Ich wollte zu ihr gehören.

Und ich genoss die Bewunderung, die man ihr zollte.

"Ich gehöre jetzt dir!" - waren auch ihre unausgesprochenen Worte und schmiegte sich dabei mit ihrem vollkommen geformten Körper fest an mich.

Wie ich diese Berührung genoss! Immer wieder glitten meine Hände, meine Finger über ihr zartes Kleid, fühlten ihren Körper - wollten die einzelnen Rundungen spüren, aufnehmen, verinnerlichen, nie vergessen.

Gehalten wurde ihr bodenlanges Kleid durch einen schmalen Reißverschluss am Rücken - durchgehend vom Nacken bis zum Boden.

Sollte ich es wagen? Mehrfach wand sie sich zart in meiner Hand. Aber hieß das auch, dass ich mich um diesen Reißverschluss bemühen durfte?

Wie würde sie reagieren? Es übelnehmen? Oder erwartete sie sogar, dass ich den zarten Verschluss öffnen sollte. Wie würde sie dann vor mir stehen? Bei diesem gottgleichgeformten Körper, diesen weichen Ausbuchtungen war einfach alles möglich.

Aphrodite vor meinen Augen, an meiner Hand - wie Gott sie geschaffen hatte?

Und wie würde es dann weitergehen? - Wenn ich den Verschluss erst mal begonnen hatte zu öffnen, gab es kein Zurück mehr.

Dann musste das geschehen, worauf wir beide sehnlichst warteten.

Knistern! Spannung! Kaum noch auszuhalten, nestelte ich am Verschluss. Zögerlich zunächst, um ihre Reaktion zu spüren, öffnete ich ihn vorsichtig, ein wenig, dann immer mehr.

SIE LIESS ES ZU!

Keine Gegenwehr! Im Gegenteil! Wand sich genüsslich in meiner Hand - machte mir gar Avancen weiterzuziehen, den Verschluss ganz zu öffnen!

Ich spürte, wie auch sie dieses Öffnen genoss - wie sie sich mir zeigen wollte.

Mutiger geworden - bedacht, nichts zu verletzen - zog ich den Verschluss nun zügig auf.

Freudig klappte sie ihr Kleid zur Seite.

Und ließ vier kleine Erbsen aus der Schote in meine Hand quellen.

© Heinz-Dieter Brandt 2020-08-25

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