… der mich nahm... wie einen roten Faden

Il destino… hatte Mandy noch gesagt als er ging… il destino wird dich wieder zu mir zurückbringen… „mio più grande amore… meine größte Liebe….“

… danach war es dunkel geworden für uns.

Was dann geschah war auch Schicksal… meines.

Begründet in den Wiesen und Wäldern von Sussex County… und wie es schien…ein nie endend wollendes.

Harry rief mich, wie vermutet, bereits am nächsten Tag nach unserer zufälligen Begegnung am Broadway an. Wir vereinbarten ein Treffen nahe dem Empire State Building.

Warum er sich dafür entschied… verstand ich zuerst nicht…

Das Café, mit direktem Blick auf dieses imposante Gebäude , war in einer Seitenstraße Richtung Rockefeller Center.

Etwas entlegen, etwas schmuddelig… dachte ich noch beim Betreten.

Mein Bauer aus Sussex wartete schon… genauso verlegen und nervös wie ich.

Wie lange kennen wir uns schon… überlegte ich während seiner sehr herzlichen Begrüßung.

Er gab mir die Antwort: „Vor über einem Jahr, fast schon vor zwei Jahren bist du das erste Mal zu mir nach New Jersey gekommen. Wir haben uns dann aus den Augen verloren… ich bin wieder zu dir zurück… hab einen Fehler gemacht... und dann sehe ich dich zufällig… denke ich bin über dich hinweg… und mit einem Schlag sind alle Gedanken und guten Vorsätze weg: Du bist da, in mir… als ob es nicht Monate gedauert hätte, dich etwas zu vergessen…“

Sagte er das? Oder ich?

Irgendwie schwiegen wir dann beide… wir verstanden uns ohne Worte.

Diese fielen erst wieder als wir einen Stock über dem Café im Bett lagen.

Zerzaust, verschwitzt, glücklich… Arm in Arm.

Deshalb hier… anonym

Mein Held hatte eine feste Beziehung mit der Brünetten vom Broadway.

„Wie soll es jetzt weiter gehen“… fragte ich.

„Gar nicht… müsste ich jetzt antworten“, er grinste und wir begannen dort wo wir gerade aufgehört hatten.

Zwei Tage später: Gleicher Ort, gleiche Zeit, die gleichen Menschen.

Dies wiederholte sich in diesem Rhythmus… bis er meinte, dass er mit Hof, Freundin, Distanz und mir nicht mehr zurande käme.

Dieses Mal sagte ich nichts. Ich hatte gelernt. Es war seine Entscheidung gewesen. Er sollte auch jetzt entscheiden.

Harry entschied sich.

Für Hof, Distanz … und mich.

Wir konnten einfach nicht anders. Verbunden, wie mit einem unsichtbaren Faden, zog es uns immer wieder zueinander… Wir liebten uns, wir lebten zusammen, wir stritten, wir trennten uns…

Wir liebten uns.

Mir wurde langsam bewusst, dass Harry die einzige, männliche Konstante in meinem neuen Leben hier in New York war.

Jeden Mittwoch am Abend, wenn wir Zeit hatten, fuhren wir zum Rockefeller Center, um von dort oben das Empire State Building zu betrachten… dort wo wir uns wiedergefunden hatten.

Diese Abende liebte ich besonders… es war wie … wie Neubeginn… jedes Mal wieder.

An einem dieser Abende gab mir Harry, hoch oben über den Dächern dieser Stadt, die niemals schlief, einen Ring… gleich einem roten Faden wand er sich um meinen Finger… und um mein Herz, das ich schon lange an diese Stadt und diesen Mann verloren hatte.

© Herzchen