Flix und Flox

waren zwei süße, verspielte Katzenkinder. Sie brauchten weder Ball noch Wollknäuel. Sie flitzten durch das Zimmer, balgten herum und kletterten die Vorhänge hoch. Schnell wuchsen sie heran und bald waren sie zwei große, kräftige Katzenjungen. Jetzt hielten sie es im Haus nicht mehr aus. Sie wollten hinaus in den Garten, in den Wald. Auf Bäume klettern, sich hinter Büschen verstecken und wie ein Blitz über die Wiese sausen, das alles liebten sie. Natürlich rauften sie auch miteinander und immer öfter wurde aus dem Spiel Ernst. Sie fauchten sich böse an und taten einander mit ihren Krallen weh.

Das gefiel Susi, ihrer menschlichen Katzenmama, gar nicht. Jedes Mal, wenn einer der beiden seine Krallen nicht einziehen wollte, fing sie ihn und band ihm Gummipatscherl auf die Füße. Jetzt war er arm. Er konnte weder schnell laufen, noch klettern, noch raufen. Aber Susi war konsequent und nach langer Zeit, etwa nach drei Monaten, hatten es die beiden Kater gelernt. Jetzt konnten sie wieder vergnügt balgen wie früher und sie genossen ihr unbeschwertes Katzenleben.

© Hubert