Tag 13: 34 Grad Außen- & Körpertemperatur

Der letzte ganze Tag in Vietnam ist angebrochen und wir starten ihn mit unserem 1er Frühstücksmenü: Fried eggs, Weißbrot, Bananacrepes (leider ohne Banana) und einem Berg Obst. Vor allem Passionsfrucht haben wir seit Tag 1 lieben gelernt.

Danach starten wir in Richtung Innenstadt, wir wollen noch ein paar Souvenirs Freunde, Familie und für uns besorgen. Die Sonne brennt vom Himmel, es hat 34 Grad und wir kehren bald abgekämpft in einem kleinen Café ein. Wieder versteckt im zweiten Stock eines Wohnhauses, wieder mit dem Hinweis, dass man sich bitte leise verhalten soll. So spannend und gleichzeitig nachvollziehbar, dass es in der 9 Millionen Einwohner Metropole Menschen gibt, die sich nach Ruhe sehnen - wir tun es auf jeden Fall.

Danach spazieren wir weiter zum Museum of Fine Arts. Anders als in Wien ist der Eintritt sehr billig (nicht mal einen Euro umgerechnet), das Museum ist ein altes, umklimatisiertes Gebäude ohne Security. Dafür werden wir erstmals gezwungen eine Atemschutzmaske zu tragen. Wir klappern drei Stockwerke moderne Kunst ab, bevor wir zu "Marcel's Gourmet Burger" Mittagessen gehen.

Danach gehen wir zurück ins Hotel, denn ab 17 Uhr gibt es auf der Dachterrasse free drinks - say no more! So wie der Urlaub begonnen hat, endet er auch - mit einem Gin Tonic auf der Dachterrasse in einer Metropole in Vietnam.

Danach schlendern wir weiter ins L'Usine, wo wir am Vortag schon zu Mittag gegessen haben. Die Kellnerin erkennt uns sofort wieder und fragt, ob wir am nächsten Tag nochmal kommen. "Unfortunately not". Zum Abschied essen wir eine Platte mit asiatischen Spezialitäten für zwei Personen und kaufen Souvenirs ein.

Da wir noch Bargeld haben, das wir anbringen wollen, fahren wir zu einer Skybar. Vor dem Aufzug wartet ein Mann mit Fieberthermometer. Als er meine Temperatur misst, erschrickt er kurz. "Haben sich meine Gelsenstichängste bewahrheitet? Bricht jetzt das Denguefieber in mir aus?", denke ich erschrocken.

Er zeigt mir den Fieberthermometer - 34,6 Grad - "That's normal", versichere ich ihm und wir steigen in den Aufzug.

Oben angekommen trinken wir zwei Cocktails, damit wir unsere letzen 700.000 Dong los werden können. Doch die Rechnung ist aufgrund einer Servicegebühr doch höher, und somit geht unser Plan nicht auf.

Beim Heim gehen bleiben wir noch bei einer Apotheke stehen und kaufen Tigerbalsam. 40.000 Dong. Noch immer 660.000 übrig. Der Versuchung nach Valium zu fragen, das in Vietnam rezeptfrei erhältlich ist, widerstehen wir.

Zurück im Hotel angekommen wartet ein Berg Kleidung und Mitbringsel und darunter zwei Koffer auf uns. "Problem auf morgen verschieben", sagt Mario und wir gehen zum letzten Mal in Vietnam schlafen.

© Julia Nemetz