Flower-Power

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Flower-Power | story.one

Im Wonnemonat Mai sind wohl mit vielen Menschen die Frühlingsgefühle durchgegangen. Ja, es muss fast so sein. Denn in keinem anderen Monat haben so viele Menschen, die ich kenne wie im Februar, also 9 Monate später, Geburtstag. Allein gestern, also am 19.02. hatten gleich vier Freunde/Bekannte von mir ihren Jubeltag. Puh, das artete fast schon in Stress aus.

Jetzt habe ich mal alle mir bekannten Personen aufgeschrieben, die also das Glück haben, das “Ergebnis“ eines wohl wunderbaren (von dem geh ich jetzt einfach mal aus, auch wenn ich natürlich nicht live dabei war) frühlingshaften leichten, oder vielleicht auch etwas härteren (so genau will ich das auch gar nicht wissen)Aktes sind. Obwohl der zweite Monat im Jahr ja bekanntlich nur 28 beziehungsweise 29 Tage hat, kam ich zu dem erstaunlichen Ergebnis 19. Ja, wirklich 19 Menschen, die ich kennen (ob ich nun will oder nicht) sind in diesem Monat geboren (das jetzt mal nur am Rande angemerkt). Wahrscheinlich man möge es mir hier jetzt bitte verzeihen, habe ich die/den eine(n) oder andere(n) vergessen.

Da mir viele im Februar-Geborene halt auch ziemlich wichtig sind, war ich gestern im Europark (dem Salzburger-Einkaufszentrum schlechthin) Blumen shoppen. Wohl sah ich aus, wie ein wandelnder Blumenstrauß. Es waren nämlich wahrlich nicht wenige florale Geschenke, die ich besorgte. Irgendwann bekamen meine Freundin, die mich begleitete und ich Hunger und Durst. So suchten wir uns einen gemütlichen Platz in der Pizzeria. Wir saßen da und plauderten. Einige Zeit später betrat eine ältere Dame mit Rollator das Lokal. Sie war wohl bekannt dort. Ein junger fescher Kellner begrüßte sie beim Namen und nahm ihr gegenüber Platz. Freundlich bot sie ihm ein Stück Pizza an.

Immer wieder lächelte sie auch herzlich zu uns herüber. Ich freute mich. Nach der Mahlzeit, welche übrigens sehr köstlich war, nahm ich meine Blumen wieder auf und E. und ich verließen das Lokal, aber nicht ohne uns von der Dame zu verabschieden. „Alles Gute“, wünschte sie uns und wir ihr das Gleiche. Sie winkte uns noch nach. Plötzlich hatte ich eine Idee und schenkte ihr eine Blume. Es war mir ein tiefes Bedürfnis. Sie war sehr glücklich darüber. Zumindest hatte ich das Gefühl, was wiederum mein Herz lachen ließ und mich froh stimmte. Voller Leichtigkeit schritten wir dann davon in die dunkle Nacht, meine Freundin und ich, das Blumenmädchen mit Sonne im Herzen.

© Kristina Fenninger