Seifenblasenoper

Wir machten einen Wochenendtrip nach Bratislava.

Zu Fuß erkundeten wir die lang vor den Römern besiedelte Stadt.

Unser Weg führte uns zu einem kleinen, belebten Platz.

Klassische Musik drang aus den Lautsprechern eines mitgebrachten Radios.

Viele Menschen rauchten, tranken Bier oder genossen einfach die Sonne und das Leben.

Wie schön es dort war!

Eine junge, erwachsene Frau pustete endlos Seifenblasen.

Kinder kamen mit ihren Eltern vorbei und erfreuten sich daran.

Es war sehr nett anzusehen, welch eine Freude die kleinen Menschen an den glitzernden in der Luft schwebenden Blasen hatten.

Lange Zeit waren sie damit beschäftigt, den Kunstwerken aus Seife nachzujagen und sie zum Platzen zu bringen.

Sie lachten und kreischten vergnügt.

Nach einer Weile waren die Seifenblasen leer und die Familie zog weiter.

Der Zauber war vorbei.

Das herzberührende Lachen der Kinder trage ich aber noch immer in mir.

© Kristina Fenninger