Wut

Wutüberschäumd sitze ich auf unserem Boot. Ein gemütlicher Sommerabend auf dem See, mit baden und fischen und Hund, so war unser Plan für heute. Und was müssen meine Augen da wahrnehmen? Einen Fischer, der mit Lebendköder angelt!!! Und dann sich auch in sein Haus am See vertschüsst und die Ruten allein lässt. Beides ist am Wallersee strengstens verboten. Mein tierliebendes Herz begann vor Aufregung wie wild zu schlagen. Ich griff zum Handy und wählte die Nummer des Aufsichtsfischer (ich möchte keine Petze sein, aber wenn es um das Wohl der Tiere geht, dann bin ich gerne eine). Er kann nicht kommen, sein Fuß ist gebrochen und sein Kollege, so meinte er, schon im Tiefschlaf, zwecks seinem Beruf, Bäcker.

Schon öfter sahen wir Fischer, welche ihre Beute in der prallen Sonne in ihren nicht ordnungsgemäßen Setz Käschern „aufbewahrten“. Halb im Wasser, halb in der Luft. Damit sie ja schön frisch bleiben (wobei ist DAS Frische?). Getötet werden sie erst kurz vor dem Nachhause gehen. Nehme ich an!

Angeredet hab ich solche Tierquäler und Umweltsünder schon öfter. Freundlich, habe ich versucht, ihnen das Leid der Tiere vor Augen zu führen. Aber ich konnte mich nur blöd anreden lassen. Ansonsten brachte es nichts. Schade.

Ich wünsche mir so sehr, dass diese Menschen zum Wohle der Tiere eines Tages die Konsequenz für ihr Handeln zu spüren bekommen.

Wenn nicht heute, so hoffentlich morgen.

Aber eines Tages bestimmt.

Ich höre die Fische schon lachen.

© Kristina Fenninger