Beziehungsgespräch

Es war Sonntag 5 Uhr früh, um vier sind die letzten Gäste gegangen, mein Bruder machte Abrechnung, ich saß im Büro im Club Fauteuil, mir gegenüber ein Angelika.

Sie erzählte von einer schwierigen Kindheit, hörte zu, wollte Ähnlichkeiten zu meiner schwierigen Jugendzeit entdecken, gab es aber wenige.

Ihre Mutter Alkoholprobleme, 5 Kinder, 5 Väter, 5 Mal wurden die Kinder in ein Heim zugewiesen. Waren sie Mal zu Hause, die Fürsorge oft auf Tuchfühlung, da Freunde der Mutter die Kinder unsittlich bedrängten. Derzeit waren sie alle in der Stadt des Kindes, in Hütteldorf.

Großfamilie, 10 Kinder jeden Alters und eine Erzieherin und einen Erzieher. Schon die Wortwahl und Anrede lässt auf ein Harmonisches miteinander schließen, oder?

Jedenfalls hätte sie um 22 Uhr zu Hause sein müssen, aber Roman wollte mit ihr durchbrennen. Sie wollten beide abhauen, neu beginnen, irgendwo wo sie niemand kennt. Sie hat das geglaubt, er wollte aber vorher von ihr einen Liebesbeweis, dass sie es auch wirklich ehrlich meint.

Das schlimme war, das ich den Roman kannte, den GLOZERTEN mit Rollmüze! Giftler, Arbeitslos und er sich damit protze, immer eine dumme zu finden die ihm aushält. Früher, einige Jahre früher wäre er Treffer gewesen, Rettung, Spital obligat! Heute konnte ich es mir nicht mehr erlauben.

Zum ersten der Bezirkshauptmann sowieso schon misstrauisch war, er sich sicher war, mit mir als er noch Inspektor war, zu tun gehabt zu haben. Öfters, wie er behauptet, aber dieser Witsch ist unbescholten.

Daher musste ich vorsichtig agieren, dachte nach, wem ich mit der Sache betrauen konnte, dass er für dieses Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden musste, da führte kein Weg vorbei.

>Aber tut ihm bitte nichts, ich liebe ihn! <

Dazu sagte ich nichts, die Sonne ging auf, reflektiert von den Visavis Scheiben.

>Komm leg dich ein wenig hin, ich sperre zu, lass dir aber einen Schlüssel da. Ich gehe Heim, habe in der Nähe eine Wohnung, okay? <

>Nein, bleib auf keinen Fall da alleine, kann ich nicht mitgehen? <

So gingen wir gemeinsam das Stück die Quellenstraße in dem ruhigen Sonntagmorgen.

Dann bei ihr kurze Panik, als ich die Eingangstür zu sperrte und das Bett unter dem Zwischenboden hervorschob.

Du schläfst da, ich oben auf der Couch, okay?

Wenn sich nun einige fragen, die bereits einige Storys von mir gelesen, wo ist der Leo, der Don Juan?

Sie war erst 16 Jahre! Gerade Liebeskummer und Herz Schmerz, Maximal ein emotionales Beziehungsgespräch, mehr wollte ich da nicht geben.

>Muss um 18 Uhr wieder in der Halle sein, wenn du willst fahre ich dich raus, spreche auch mit einem deiner Betreuer, irgendwas Gescheites wird mir schon einfallen<

>Ja, danke kannst du das Licht in der Küche brennen lassen?<

passierte auch genau so, lernte ihren Erzieher kennen, erzählte in einem vier Augen Gespräch, was wirklich Sache war und passiert ist.

Die Verabschiedung dann doch sehr emotional, Umarmung drücken und zig mal ein Dank!

Zu Hause noch einmal aufs Ohr, 18 Uhr Halle.

© L-Witsch