Toilettfehler und so ...

"Geh Heinz, fahr mich bitte in die Stadt, ich muss noch was besorgen" sagte sie zu ihrem Mann, da sie selbst nicht gerne Auto fährt.

Selbstverständlich und bereitwillig brach er seine Arbeit ab und ging zum Auto, welches in der Einfahrt agestellt war.

Es war Sommer, besonders heiß war es und Heinz war nur mit einem Leiberl, heutzutags T-shirt genannt, und einer kurzen Hose bekleidet. Eigentlich war es eine Unterhose, eine bunte, eine sogenannte Boxershort, - bei seiner Gartenarbeit ausreichend, befand er.

"So kannst du aber nicht fahren" kritisierte ihn seine Frau, "nur mit der Unterhose bekleidet, wenn dich jemand sieht..."

"Wer soll mich denn schon sehen, ich warte ja eh im Auto auf dich" entgegnete er und startete den Wagen.

Am Parkplatz vor dem Supermarkt angelangt, vertrieb er sich die Wartezeit mit Radio hören. Doch bekannt wie er war in dieser kleinen Stadt, entdeckte ihn ein ebenfalls wartender Schicksalsgenosse und sprach ihn durch das geöffnete Wagenfenster an. Höflich wie Heinz nun einmal war, stieg er aus und die Beiden begannen, am Auto lehnend, sich zu unterhalten. Er war angesehen in der Stadt, der Heinz, immerhin war er ein Doktor, Doktor der neueren Geschichte, und hatte bereits einige allgemein anerkannte Werke veröffentlicht. Unter Anderem auch eine Chronik übert die Stadtgemeinde, in der er lebt.

Seine Ehefrau, mit dem Einkauf inzwischen fertig, näherte sich ihnen und schämte sich doch etwas für ihren Mann, der, nur mit Unterhose bekleidet, sich zum Beladen des Kofferraumes anschickte.

Es musste so kommen: "Du hast die Unterhose verkehrt an" machte ihn sein Bekannter auf den Bekleidungsfehler aufmerksam.

"Ah, - gehört diese Seite nach hinten..." vermutete Heinz und blickte auf sein kurzes Beinkleid.

"Nein, du hast sie anders verkehrt an, du trägst das Innere außen" klärte ihn dieser auf.

"Ist doch wurscht, sieht eh keiner" meinte Heinz.

Sein Bekannter ließ nicht locker: "Man sieht es schon, diese Seite ist etwas braun, äh ... gestempelt"

Jugendlich anmutende Schamröte schoss sekundenschnell in das Antlitz der lieben Gattin von Heinz, doch dieser tat es mit den Worten: "Jetzt ist's a schon wurscht" gelassen ab!

© Leju