Sehnsucht

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Sehnsucht | story.one

Es ist so schön, an ihn zu denken und doch tut es so unglaublich weh.

Im Jahr 2017 haben wir uns kennengelernt, also er und ich. Vor einem halben Jahr dann ein bisschen besser. Ein paar Mal habe ich ihn seither gesehen, genau genommen waren es viermal, jeweils für ein paar wenige Stunden. Nicht besonders gut kenne ich ihn also und trotzdem geht er mir nicht aus dem Kopf, mein Abenteurer mit Herz, der sagt, was er sich denkt.

Und das alles, obwohl ich einen Partner habe. Dieser Spagat ist unglaublich anstrengend für mich. Also nicht, dass da war gewesen wäre, also was Körperliches zwischen dem “Neuen“ und mir. Nein, gar nicht. Doch er berührt mein Herz so sehr.

Derzeit schreiben und telefonieren wir regelmäßig. Gesehen haben wir uns das letzte Mal im späten Herbst.

Doch vielleicht ist es bald so weit. Er wollte sich melden, wenn er seine Grippe auskuriert hat. Jetzt warte ich und hoffe so sehr, dass er das auch tun wird. Doch habe ich auch etwas Angst, vor dem eventuellen Treffen. Was, wenn ich danach noch verwirrter bin und noch mehr in einer Fantasiewelt lebe?

Was, wenn er das Treffen nicht stattfinden lässt? Eine Welt würde für mich zusammenbrechen.

Ständig habe ich Magenschmerzen, weil ich so nervös bin. Doch wäre Ruhe, dass was ich gerade ganz dringend brauchen würde.

Ständig höre ich derzeit so schnulzige Schlager. In meiner Playlist laufen diese auf und ab. Vor einem halben Jahr wäre das noch undenkbar gewesen. Zu viel Gesülze und so.

So sitze ich da und schreibe diese Zeilen. Gelegentlich nehme ich einen großen Schluck heißen Kaffee. Im Hintergrund läuft romantische Musik. Ich hoffe so sehr, ihn treffen zu dürfen und tief in seine Augen zu sehen und ihn einfach nur ganz fest umarmen. Das würde mir fürs Erste reichen. Ja, das ist mein derzeitiger Traum. Nicht mehr und nicht weniger. Die Hoffnung stirbt zuletzt...

© Leyla