Harter Weg nach vorne...

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Wenn ich einmal die letzten Jahre Revue passieren lasse, wird mir eines ganz schnell klar: Tränen und Lachen wechselten sich ständig ab. Wie das Leben so spielt, gibt es nichts Negatives, wo nicht auch etwas Positives zu finden ist und umgekehrt.

Manchmal vergessen wir, wie wichtig es ist, dass wir das schätzen, was wir haben. Oftmals sehe ich Leute, die immer mehr wollen und wenn sie dann das "Mehr" erreicht haben erst recht nicht zufrieden sind und wieder "mehr" wollen. Warum ist das so?

Ist es wirklich so schlimm mit dem zufrieden zu sein, was man hat? Natürlich finde ich es gut, wenn man sich selbst immer wieder auch etwas herausfordert und versucht besser, fröhlicher oder zufriedener zu werden, aber die Basis, dass das funktioniert ist einmal zufrieden mit seinem Leben zu sein! Wenn ich unglücklich bin, wird mir das "Mehr" zu meinem Glück auch nicht verhelfen. Wieso nehmen viele an, dass man dann erst glücklich ist, wenn man das "Mehr" erreicht hat, wenn man woher todunglücklich ist? Wenn ich mit meinem Leben nicht konform gehe, muss ich an der Grundsituation etwas ändern, dann kann ich versuchen mehr zu erreichen, denn dann stimmt die Ausgangssituation.

Oftmals denke ich nach, ob es nur für mich so erscheint bzw. ist, oder ob es anderen auch so ergeht. Ich habe festgestellt, dass ich in manchen Angelegenheiten reflektierter bin als andere, und dann wieder auch nicht. Es kommt per se immer auf die Situation an, aber was meine Zufriedenheit und mein Glück betrifft, habe ich definitiv gelernt, dass das nur mit mir allein funktioniert. Wer weiß, was ich will? Ich muss wissen, was mir gut tut. Ich muss wissen, was ich brauche. Ich muss wissen, was ich anstellen muss, damit sich etwas ändert. Dies kann mir niemand abnehmen und außerdem kann ich mich nicht über andere Menschen definieren. Mein Partner oder Ehemann kann mir helfen mein Glück zu vergrößern, aber er kann mich per se nicht glücklich machen, wenn ich selbst nicht schon glücklich bin. Er kann es nur besser machen oder vergrößern, aber er kann mir Glück nicht geben oder mich von deprimiert zu glücklich bringen, wenn ich es selbst nicht schaffe. Das habe ich gelernt und ich glaube, das ist ganz wichtig, wenn man selbst zufrieden sein will und auch seinen Partner nicht überfordern will.

Genau das Gleiche passiert bei der Arbeit. Nur wenn ich von Haus aus meinen Job gerne mache, kann ich ihn auch gut machen oder sogar besser als andere. Wenn ich schon mit einer griesgrämigen Grundstimmung in die Arbeit fahre, kann mir vieles nicht mit Elan gelingen. Manchmal ist es einfacher, sich selbst an der eigenen Nase zu nehmen und etwas zu ändern, als anderen die Schuld zu geben, dass man unglücklich ist.

Manchmal reicht auch dieser Schritt aus, um den richtigen Weg einzuschlagen und an seinem Leben etwas zu ändern. Ich habe diesen Weg gefunden und bin dankbar dafür! Allen, die diesen Schritt noch vor sich haben, wünsche ich alles, alles Gute, damit sie es schaffen und zufriedener sein und werden können.

© Line33 26.01.2020